Mo

17

Jan

2011

Hochwasserscheitel in Bernburg erreicht

Bernburg 17 Uhr - Laut Prognose der Hochwasserzentrale wird am heutigen Nachmittag der Pegel der Saale in  Bernburg 590 - 595 cm erreichen. Momentan liegt dieser bei 584 cm und stagniert., trotzdem  steht das Wasser höher als vor vier Tagen. Ist der Scheitel bei diesem Pegel erreicht, dann wird sich die Lage normalisieren.

Natürlich wurden am Nachmittag Vorsichtsmaßnahmen getroffen, Sandsäcke sind in Bernburg kein Fremdwort mehr. Ob an der Flutbrücke, am Platz der Jugend oder in der Krumbholzallee, überall findet man sie. Die Saale hat sich in einen reißenden Strom verwandelt. Das Wasser steht bedeutend höher als noch am morgen, die Straße in Richtung Nienburg ist seit Mittag für den PKW-Verkehr gesperrt. Sollte sich die Prognose der Hochwasserzentrale bestätigen, werden die Pegel nicht mehr weiter steigen. Die Wassermassen die wir bei unseren gestrigen  Patrouille-Flug bei Wettin und Rothenburg sahen, haben scheinbar Bernburg erreicht.  Natürlich haben wir auch wieder aktuelle Bilder aus Bernburg für Sie.

Hochwasserinformation für das Flussgebiet Saale mit Wipper und Eine (13:00 Uhr  -   Meteorologische Lage: Am Rande eines Hochs gelangt weiterhin milde Luft nach Mitteldeutschland. Bei Höchsttemperaturen von 7 bis 10°C bleibt es am heutigen Tag niederschlagsfrei. In der Nacht gehen die Temperaturen auf 5 bis 2°C, im Bergland bis 0°C zurück. Erst für den Folgetag werden vereinzelte leichte Niederschläge gemeldet. Quelle: DWD

 

Hydrologische Lage - FG Saale - Aufgrund der Kapazitätsauslastung der Saale-TS muss durch das TLUG Jena in Abstimmung mit dem LHW bis morgen früh schrittweise folgende Abgabenerhöhung: aktuell 70 m³/s, ab 16:00 Uhr 80 m³/s, ab 18.01. 4:00 Uhr 90 m³/s erfolgen. Dabei wird der Verbleib des Wasserstandes am Pegel Camburg-Stöben im Bereich der AS 3 angestrebt, eine geringfügige Überschreitung des Richtwertes der AS 4 kann nicht ausgeschlossen werden. Der Wasserstand am Pegel Naumburg-Grochlitz stagniert bzw. fällt sehr langsam im Bereich der AS 3. Am Pegel Halle-Trotha wurde in den gestrigen Abendstunden der Scheitel der Hochwasserwelle bei 692 cm registriert, das ist seit 1955 der höchste beobachtete Wasserstand. Im Moment ist eine stagnierende/leicht fallende Tendenz zu beobachten. Aufgrund der großen Fülle dieser Welle ist von einem sehr langsamen Rückgang des Wasserstandes oberhalb des Richtwertes der AS 4 auszugehen.

 

Im Verlauf des heutigen Nachmittags wird der Scheitel am Pegel Bernburg bei etwa 590 -  595 cm erwartet. Der Wasserstand am Pegel Calbe steigt aktuell langsam. Aufgrund des Wiederanstiegs der Saale und der erschwerten Abflussbedingungen durch das sich aufbauende Hochwasser der Elbe ist mit der Überschreitung des Richtwertes der AS 4 im Verlauf des heutigen Tages zu rechnen.

 

Wipper/Eine: In den Flussgebieten von Wipper und Eine hat sich durchgängig eine langsam fallende Tendenz der Wasserführung durchgesetzt. Am Pegel Wippra unterschritt der Wasserstand in den frühen Morgenstunden den Richtwert der AS 1. Die Wasserstände an den Pegeln Mansfeld-Leimbach/Wipper und Aschersleben/Eine fallen langsam oberhalb der Meldegrenzen. Für den Wasserstand am Pegel Großschierstedt ist die Unterschreitung des Richtwertes der AS 2 im Verlauf des Tages zu erwarten.

 

Ausgerufene Alarmstufen/Meldegrenzen

Stangerode Eine 1 fallend - Aschersleben Eine MG fallend - Mansfeld-Leimbach Wipper MG fallend - Großschierstedt Wipper 3 fallend - Camburg-Stöben Saale 4 stagnierend - Naumburg-Grochlitz Saale 3 stagnierend - Halle-Trotha Saale 4 langsam fallend - Bernburg UP Saale MG steigend - Calbe UP Saale 3 steigend

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Kommentare: 15

  • #1

    Madlen (Montag, 17 Januar 2011 18:26)

    da bin ich gestern noch lang gefahren und heute alles vom wasser verschlungen :-(

  • #2

    Kalle (Montag, 17 Januar 2011 19:01)

    Bei diesen Bildern, stellt sich mir die Frage, warum nicht nach 2003 auch eine Flutbrücke, in Richtung Altenburg/Nienburg, gebaut wurde.
    So währe der Ferkerhsfluss Richtung Norden gesichert gewesen.
    Sicherlich ist auch diesses Hochwasser nicht das Letze.

    Grüße Kalle

  • #3

    willi (Montag, 17 Januar 2011 19:16)

    das kostet doch alles geld und das hat man in BBG doch nicht.
    nach diesem Hochwasser wird dan sagen das man jetzt nichts bauen kann wegen der B6n oden an der Nordspange und dann die B6 fertig ist wird man sagen das man nix mehr machen muss da ja die B6 fertig ist und man diese nutzen kann.
    Es sei denn Jäger Bau brauch wieder Geld, da müssen die CDU Freunde dann wieder was in de Wege leiten.

  • #4

    Kalle (Montag, 17 Januar 2011 19:33)

    Die B6N wird aber nicht von BBG finanziert

  • #5

    Moma (Montag, 17 Januar 2011 19:34)

    Danke für die tolle Berichterstattung. Ich muss jeden Tag nach Staßfurt fahren, da ist es für mich wichtig, welche Verkehrswege denn noch wirklich aktuell frei sind.
    Ich hoffe natürlich auch, dass das Wasser nicht noch weiter steigt und die Flutbrücke für den PKW-Verkehr frei zugänglich bleibt. Aber auch die Wartezeit schreckt mich mittlerweile unwahrscheinlich ab. Heute morgen stand ich sagenhafte 35 Minuten von der Breiten Straße aus an der Flutbrücke. Viele Bernburger denken, sie müssen noch über die Gartenstraße abkürzen. Das macht mich natürlich sehr wütend. Ich denke in der heutigen Zeit ist Zeit etwas sehr Kostbares, wovon jeder kaum noch etwas über hat. Aber wenn jeder nur etwas davon opfert, ist auch der Verkehrsfluss insgesamt wesentlich fließender, als wenn "schlaue" PKW-Fahrer meinen, abkürzen zu müssen. Ich lasse mich morgen wieder überraschen, wieviel Unverschämtheit mir gegenübertritt.

  • #6

    Nils (Montag, 17 Januar 2011 21:06)

    na aber für son komischen kreisverkehr haben sie geld also hätten geld für eine weitere flutbrücke gehabt!
    gruß Nils

  • #7

    Kalle (Montag, 17 Januar 2011 21:21)

    Den bezahlt der Bund

  • #8

    Sigi (Dienstag, 18 Januar 2011 01:15)

    Heute jammern wir über das Wasser,aber schon im Sommer möchten unsere(profitorientierten) Politiker Flüsse begradigen und uns noch grösseren Gefahren aussetzen.Wer jetzt das Wasser im Keller hat, hat es demnächst an der Gardienenstange.
    Ich wünsche es keinem.

  • #9

    willi (Dienstag, 18 Januar 2011 01:16)

    hmm wiso bezahlt den der bund, da is schon lange keine bundestraße mehr, oder meinst wegen dem konjukturpaket 2? trotz allem wird sich in Bernburg in dieser hinsicht sicher nichts ändern, egal wer was bezahlt.
    Zahlen werden nur die Bürger der Stadt, sei es mit Geld, Geduld, Zeit oder Nerven. Die Taschen der Politiker hingegen, werden immer gut gefüllt sein, daran ändern auch 3 Tage Krisenstab nichts.

  • #10

    mw (Dienstag, 18 Januar 2011 02:01)

    der bund ist noch zwei jahre nach dem auslaufen als bundesstraße für diese straßen verantwortlich. deswegen wurde der bau des kreisels, in beamtenungewohnter geschwindigkeit, angestrebt. denn nach dem ende dieser zweijahresfrist, müßte sonst die stadt dafür aufkommen.

  • #11

    D.F. (Dienstag, 18 Januar 2011 06:53)

    Also heute morgen kurz vor 6 war es super entspannt raus zu kommen. Ich stehe eben einfach früher wie sonst auf und fahre dann noch bis Magdeburg. Ungewöhnliche Ereignisse erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Ich wohne im Rosenhag. Dieser ist abgeschnitten von der "Außenwelt" und trotzdem bin ich jeden Morgen pünktlich in Magdeburg. Ehrlich gesagt viel besser als zu den Zeiten wo wir Schnee hatten. Da ging teilweise gar nichts weder mit dem Auto noch mit der Bahn. Dank der Freiwilligen Feuerwehr! Alle sind super nett und tun ihr Bestes. Vielen Dank.

  • #12

    G.H. (Dienstag, 18 Januar 2011 08:36)

    Es gibt immer noch Autofahrer, die kennen das
    Reißverschlußsystem nicht. Kommt man von Strenzfeld, ist man auf der Hauptstraße und man könnte eigentlich
    immer ein Auto von der Ilberstedter Straße reinlassen. Aber dann wird schon von hinten gehupt und das ganz schön kräftig.

  • #13

    FrauZwitscher (Dienstag, 18 Januar 2011 08:47)

    So, momentan liegts bei 584. Scheint so, als würde es wieder absinken :-) (In der Nacht wars schinmal bei 586) Drücken wir die Daumen :-)

  • #14

    fwa (Dienstag, 18 Januar 2011 11:48)

    Nach Ablauf der 2Jahresfrist, Willi, zahlt auch nicht die Stadt, denn es ist jetzt eine Landesstraße - L 50 - und das Land würde dann dafür aufkommen müssen

  • #15

    Jette (Dienstag, 18 Januar 2011 13:21)

    So siehts also in der Heimat aus. Toll da is ja auch meine Mama zu sehen :)

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