Sa

08

Mär

2014

„Salzlandfrau 2014“ in Bernburg geehrt

Mehr als 23 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich ab dem 14. Lebensjahr in Deutschland. Davon sind 37 Prozent Frauen. Sie übernehmen Verantwortung für andere und unser Gemeinschaftswohl und tragen durch ihre unverzichtbare Arbeit für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei. Sie arbeiten in Verbänden, Organisationen und Selbsthilfegruppen und engagieren sich in karitativen und sozialen Einrichtungen. Sie sind in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Gemeinde- und Kirchenarbeit, im Umwelt- und Tierschutz, im Feuerwehr- und Rettungsdienst aber auch in der Nachbarschaft oder als Powerfrauen in Parteien aktiv. Ihr ehrenamtlicher Einsatz wirkt sich in vielfältiger Weise positiv auf unser aller Leben im Salzlandkreis aus. Durch ihr Engagement schenken diese Frauen und Mädchen der Gemeinschaft damit nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Tatkraft, gute Fähigkeiten und Ideen. Sie bringen Gemeinschaftssinn, Solidarität und Zivilcourage in unsere Gesellschaft und machen sie damit lebenswert. 

Seit dem Jahr 2009 werden daher die verdienstvollen Leistungen dieser Frauen und Mädchen in den Kategorien Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Soziales und Kultur mit der Vergabe des Ehrenpreises: „Salzlandfrau“ im Rahmen einer Festveranstaltung ausgezeichnet, um damit das ehrenamtliche Engagement zu ehren, die sich durch außergewöhnliche Leistungen über einen längeren Zeitraum oder durch eine außergewöhnliche Einzeltat besonders verdient gemacht haben. 

Eröffnet wurde die Festveranstaltung durch Oberbürgermeister der Stadt Bernburg, Henry Schütze. Gleichzeitig hielt er die Laudatio für die Salzlandfrau 2014 - Kategorie Politik. Die Auszeichnung in der Kategorie „Politik“ ging an Frau Karin Brandt. Bei all ihren Aktivitäten ist deutlich zu spüren, dass sie hinter dem steht, was sie tut und anregt. Es geht ihr immer um die Sache, nicht um ihre Person. Sie tut das, was sie für richtig und wichtig hält.


Der Bürgermeister der Stadt Calbe (Saale) Herr Dieter Tischmeyer hielt die Laudatio für die Salzlandfrau 2014 – Kategorie Gesellschaft. Die Auszeichnung in der Kategorie „Gesellschaft“ ging an Frau Susanne Giest. Sie engagiert sich seit vielen Jahren neben ihren Beruf und ihrer Familie mit 2 Kindern rund um die Uhr in der evangelischen Kirchengemeinde Calbe sowie im Gemeindekirchenrat, schiebt viele Projekte an und kümmert sich um den Erhalt unserer Kirchen und auch deren kulturelle Nutzung.  

 

Herr Ernst-Joachim Schulze, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse hielt die Laudatio für die Salzlandfrau 2014 – Kategorie Soziales. Die Auszeichnung in der Kategorie „Soziales“ ging an Frau Edeltraut Werner. Ihr Herz und ihre Fürsorge setzt die für die Pflege und Betreuung älterer Menschen ein. Sich um die Senioren und Patienten intensiv zu kümmern, für sie da zu sein, immer ein offenes Ohr zu haben, zusammen lachen und zusammen weinen, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen leisten – das alles ist für sie nie nur eine „Arbeit, die gemacht werden muss“.

 

Die Laudatio für die Salzlandfrau 2014 – Kategorie Kultur übernahm Herr Ulrich Gerstner, Landrat des Salzlandkreises. Die Auszeichnung in der Kategorie „Kultur“ ging an Frau Doris Kemper. Unter maßgeblicher Mitwirkung unserer Preisträgerin wurden in Nienburg in Zusammenarbeit mit dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachen-Anhalt interessierte Vereine und Initiativen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger in einem Netzwerk gebündelt. Das Netzwerk stellt ein unterstützendes Element in der Arbeit mit den Vereinen und Initiativen dar.

 

Den Sonderpreis „Sport“ erhielt Frau Ingrid Frank. Oberbürgermeister der Stadt Schönebeck (Elbe) Herr Bert Knoblauch hielt die Laudatio. Mit nunmehr 71 Jahren steht sie weiterhin unermüdlich 2 x in der Woche als Übungsleiterin zur Verfügung, arbeitet aktiv im Vorstand der WSG Einheit Schönebeck mit und nimmt stets die Weiterbildungsveranstaltungen an den Sportschulen des Landessportbundes Sachsen-Anhalt wahr. Zusätzlich zu ihrer Lizenz B für Behinderten- und Rehabilitationssport erwarb sie im Rahmen des Projektes „Sport pro Gesundheit“ des Landessportbundes und der Krankenkassen das Zertifikat für Rückenschule / Wirbelsäulengymnastik und führt jährlich einen solchen Sportkurs in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen durch.

 

In der Kategorie „Lebenswerk“ wurde Frau Elli Schulze ausgezeichnet. Herr Bernd Nimmich, Bürgermeister der Gemeinde Bördeland ehrte Frau Schulze dafür, dass sie durch ihre Einsatzbereitschaft, durch ihren Fleiß und ihre Menschlichkeit, Vereine und Organisationen, durch ihre Mitarbeit stärkt und ständig bei der Bewältigung neuer Herausforderungen motivierend tätig ist. Sie ist seit dem Jahre 1964 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Biere und begeht in diesem Jahr ihre 50-jährige Mitgliedschaft. Sie ist Mitbegründerin der ersten Frauengruppe im damaligen Landkreis Schönebeck und hat beim Aufbau entscheidenden Anteil geleistet, bei der Neuausrichtung der Freiwilligen Feuerwehren.

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