Geschichte Paradies Bernburg

Die Geschichte des „Paradies“ geht zurück in die erste Hälfte des 19. Jahrhundert. Errichtet wurde der Garten in dieser Zeit als Herzogliches Saatversuchsfeld. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Schweinemästerei durch die Familie Fräßdorf, erwarb 1890 Herr Wilhelm Mahler dieses Grundstück und nutzte es erstmals als Gastwirtschaft und Ausflugslokal. 


Die Überlieferung erzählt, dass Herr Wilhelm Mahler – ein zugezogener – einen schweren Stand hatte, sich gegen das damals bereits renommierte „Parforcehaus“, ein Ausflugslokal der gehobenen Klasse in unmittelbarer Nähe des „Paradies“, durchzusetzen. Besonders der ständige Disput mit dem damaligen Bürgermeister Leineweber  kostete Mahler viel Kraft.

 

Dieser stemmte sich energisch gegen einen Antrag Mahlers, eine damals in Mode geratene Rollschuhbahn zu genehmigen. Leineweber fürchtete um den Erhalt des bei der Oberschicht beliebten „Parforcehaus“. Resigniert und letztlich ohne durchschlagenden Erfolg verkauft Mahler das Grundstück 1911 an Wilhelm Lahne.

 

Dieser erhielt aufgrund bester Kontakte alsbald die Genehmigung eine Rollschuhbahn zu bauen, welche Grundlage für den Erfolg des Betriebes wurde. Ende der 20-er Jahre, Rollschuhbahnen waren schon fast wieder aus der Mode, begann sein Sohn Alfred Lahne mit der Planung eines Märchen- und Steingartens. Gemeinsam mit dem Bernburger Architekt Zahn gestaltete man den garten wie er heute zu erkennen ist.



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Kommentare: 2
  • #1

    24.6.15 (Mittwoch, 24 Juni 2015 15:48)

    Ein Stück Kindheit! Sehr erhaltenswert!!!

  • #2

    Karin Döring (Donnerstag, 25 Juni 2015 17:50)

    Als kinder waren wir sehr oft während der Ferienspiele da .Es sollte erhalten bleiben, denn das Indianerdorf wurde ja schon zerstört , was schade ist.