Fünf vor zwölf, Eröffnung Campus Technicus

Der transparente multifunktionale Bau mit Laboren und Werkstätten, mit Bibliothek, Mediathek, Mensa und Cafeteria soll offen sein für alle – Initiationsraum für schul- und generationenübergreifendes, buntes „Treiben“. Inmitten des Stadtzentrum von Bernburg (Saale), zwischen Karlsplatz und Schlossbezirk wurde nun in den letzten 2 Jahren wurde nun das Projekt der Ganztagsschule „Campus Technicus“ realisiert. Im neu entstandenen Campus sind zwei Sekundarschulen zu einer Ganztagsschule mit spezieller Ausrichtung auf eine praxisorientierte, technische Bildung zusammengefasst wurden. Am Donnerstag zum Beginn des neuen Schuljahres 2013 soll nun der Schulbetrieb im Bernburger Schlossbezirk aufgenommen werden. An allen drei Standorten werden dann ca. 1.200 Schüler unterrichtet. Am neuen Standort werden die Schüler der neunten und zehnten Klassen unterrichtet. Noch sind die Handwerker an allen Ecken am schaffen, letzte Handgriffe finden im Aula-Bereich statt. Allerdings ist die große freitragende Treppe im Eingangsbereich noch im Rohbau. 

 

Eine große Anzahl der Klassenräume sind eingerichtet, auf den Fluren stehen unzählige Kartons, welche auch zur Ausstattung der Fachkabinette gehören. Die große Bibliothek mit Empore ist ebenfalls fast fertig gestellt, jedoch haben auch hier die Handwerker an allen Ecken zu tun. Auch der Schulhof ist weitgehend fertig gestellt, es fehlt noch Rasen und die Bäume. Offiziell sollte am 06. September der Gebäudekomplex eingeweit werden, doch daraus wird nichts. Nun soll voraussichtlich am  02. Dezember die feierliche Eröffnung stattfinden.  

 

In den innerstädtischen Schulstandort wurden insgesamt rund 16 Millionen Euro investiert. Allein aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) flossen 5,7 Millionen Euro, aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ wurden mehr als neun Millionen Euro bereitgestellt. Der „Campus Technicus“ ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010. Die Baumaßnahmen für den Standort an der Schlossstraße wurden aus IBA-Mitteln finanziert. Dazu gehören die Sanierung der ehemaligen Handelsschule sowie ein Erweiterungsneubau und das so genannte „Treibhaus“. Dort entstehen moderne Werkstätten, eine Cafeteria und eine Mensa, die für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. „Durch die Identifikation mit der Stadt und die Vernetzung aller lokalen Bildungsangebote gelingt es schon jetzt, den Unterricht und die außerschulische Arbeit mit dem kommunalen Leben zu verknüpfen“, erklärte Kultusminister Dorgerloh. „Mit dem Ausbau werden die räumlichen Bedingungen noch einmal verbessert.“


Das Projekt umfasst die Modernisierung sowie bauliche Erweiterung / Ergänzung der historisch wertvollen und unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude in der Leipziger Straße (Heinrich-Heine-Schule) und Schlossstraße (ehemalige Handelsschule). Die Heinrich-Heine-Schule in der Leipziger Straße (BGF 2640 m²) soll mit einem Erweiterungsbau (BGF 1000 m²) ergänzt werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Schulgebäude ist in städtebaulich sensibler Lage ein Sporthallenneubau (BGF 1270 m²) und eine Schulfreisportanlage (GF 3000 m²) einzuordnen. Am Standort der ehemaligen Handelsschule in der Schlossstraße (BGF 1650 m²) ist eine bauliche Erweiterung (BGF 1700 m²) und die Einordnung eines Neubaus für das so genannte „Treibhaus“ (BGF 2300 m²) vorgesehen. Der praxisorientierte, unter der Nutzung lokaler Kompetenzen organisierte, Ganztagsschulbetrieb und der außerschulische Bildungsbedarf sollen hier zu einem gemeinsamen Aktionsraum verschmelzen. Das Vorhaben ist mit einem Baukostenrahmen in Höhe von 15,7 MIO EUR  zu realisieren. Das Gesamtvorhaben ist Bestandteil der Internationalen Bauausstellung in Sachsen-Anhalt „IBA Stadtumbau 2010“. Für alle Teile des Vorhabens gilt ein hoher Anspruch an die architektonische Entwurfs- und bauliche Ausführungsqualität.