Bauarbeiten am Schachtsee Neugattersleben begonnen

Zur Gefahrenabwehr durch den stetig steigenden Grundwasserspiegel des Tagebaurestloches in Neugattersleben begannen in der letzten Woche die Bauarbeiten einer Entwässerungsleitung einschließlich Verwahrung des vorhandenen Stollens zur Sicherung eines sich selbst regulierenden Wasserhaushaltes des Tagebaurestloches „Louise“ in Neugattersleben. Anfang des Jahres erhielt die Stadt Nienburg einen kurzfristigen Fördersegen. Der steigende Wasserspiegel des Tagebaurestloches „Louise“ im Ortsteil Neugattersleben der Einheitsgemeinde Stadt Nienburg (Saale), besser bekannt als Schachtsee, führt zu Vernässungen auf privaten und öffentlichen Flächen. Betroffen sind vor allem private Anlieger, wie Laubenbesitzer sowie Gewerbetreibende im landwirtschaftlichen und touristischen Bereich.Heute Vormittag Markus Bauer, Bürgermeister der Stadt Nienburg (Saale) und Andreas Ufer, Projektleiter der DMT GmbH & Co. KG Leipzig über die Baumaßnahmen im Acamed Resort Neugattersleben. 

Der Bürgermeister der Stadt Nienburg (Saale), Markus Bauer, erläuterte hierzu die geplanten Maßnahmen und Realisierungszeiträume der Baumaßnahmen. Die Arbeiten zur Gefahrenabwehr haben nun begonnen, auf dem Schachtsee liegt bereits ein 250 Meter langes Rohr, welches in den nächsten Tagen durch ein horizontales Spühllochverfahren bis zur Bode verlegt werden soll. Wichtig ist, so Markus Bauer, die Abwehr der Gefahr von möglichen Vernässungen und sonstigen Bauwerksschäden an Wohn- und Sachanlagen.

 

Zunächst beginnt die Herstellung eines Filterbrunnen und einer Spundwandgrube. Der Bau der Rohrleitung ist bereits abgeschlossen, sodass im Anschluss ein Schwimmsteg montiert wird, welcher zugleich als Einlauf der Entwässerungsleitung dienen wird. Dann werden die Bohr- und Verfüllarbeiten des Entwässerungsstollens vorgenommen. Bereits im Sommer wird der Schachtsee dann um ca. drei Meter abgesenkt sein. Insgesamt beträgt der Bauabschnitt 330 Meter. 


Die Vorzugsvariante wird im Süden des Sees gebaut. Im Dezember 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann kann kontinuierlich der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Ziel ist es, dass Wasserspiegelniveau von derzeit 68,3 mü NN auf 64,5 mü NN dauerhaft abzusenken. Zudem konnte Markus Bauer mitteilen, dass die Kosten über 381.240 Euro für den Bau der Abwasserleitung, 185.350 Euro für die Teilverwahrung des Abflusstollens sowie die Gutachterkosten in einem aktuellen Fördermittelbescheid von 846.000 Euro übernommen werden. Die Förderung dient der Unterstützung der Gefahrenabwehr.