Nachhaltige Nutzung für ehemalige Direktoren-Villa in Bernburg

Seit Bekanntgabe über den Abriss des unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Klubhaus in Bernburg wurden viele Stimmen zum Erhalt der ehemaligen Direktoren-Villa laut. In der Tat investiert der Eigentümer Solvay jährlich einen fünfstelliger Betrag für Sicherung und Pflege des Grundstückes. Heute stellte sich Solvay offenen Fragen gegenüber Pressevertretern. Neben Wolfgang Ohrmann, Leiter der Liegenschaftsverwaltung Solvay Ost erläuterte auch  Stadtentwicklungsdezernent der Stadt Bernburg Holger Dittrich, den aktuellen Stand der Vermarktung und den Investitions- und Bebauungsmöglichkeiten. Grundsätzlich ist das Ziel, eine Möglichkeit zu finden, die Villa samt Grundstück an einem Investor mit einem tragfähigen Konzept zu veräußern, so Ohrmann. Seit gut fünfundzwanzig Jahren sorgt Solvay Bernburg dafür, dass Gelände zu vermarkten. Die städtebauliche Lösung ist die Änderung der Nutzungsform im Bebauungsplan, welche in erster Linie die Erhaltung der Villa und eine mögliche Bebauung des 10.000 qm großen Grundstückes vorsieht. 

Für das rund 2.000 qm große Grundstück, auf welchem momentan die Abrissarbeiten des ehemaligen Klubhauses laufen, ist nicht mit dem Nachbargrundstück der Villa verbunden. Das heißt, dass nach Abriss Ende April zu einem marktüblichen Preis von 90,- €/qm das Grundstück zu haben ist. Holger Dittrich könnte sich eine Bebauung wie in der Friedensallee und Liebknechtstraße vorfindbar, drei vier Reihenhäuser vorstellen. Wie auch immer, der Kauf des Grundstückes Makarenko Haus liegt bei 180.000 Euro. Hier soll zunächst eine private Grünfläche entstehen, welche nicht öffentlich ist. Der nach 25 Jahren Leerstand notwendige Abriss wird allein durch Solvay getragen und soll die Chancen zur Vermarktung des Grundstückes erhöhen.


Als Chemieunternehmen verfolgt Solvay Bernburg das Ziel, nicht mehr genutzte Immobilien und Grundstücke außerhalb des Werkgeländes zu verkaufen. Deshalb hat Solvay auch die ehemalige Direktoren-Villa samt Grundstück an der Friedensallee seit der Rückübertragung 1991 immer wieder zum Kauf angeboten. Selbst mit Immobilienspezialisten von Banken und Maklern ließ sich die Villa bislang nicht verkaufen. "Mit rund 1.300 qm auf vier Etagen - inklusive Keller - sprechen wir hier nicht über ein normales Einfamilienhaus", so Ohrmann. "In einer Stadt wie Bernburg ist es schwer Interessenten zu finden, die das denkmalgeschütze Gebäude aus dem Jahr 1897 mit rund 10.000 qm Grundstück entwickeln wollen." Das Unternehmen pflegt das Grundstück und heißt im Winter die Villa, um das Objekt bestmöglich zu erhalten. Verschiedene Konzepte für das mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagende Grundstück samt Villa gab es bereits, sein es ein Ärztehaus oder betreutes Wohnen.

Holger Diettrich unterstrich, das die städtebauliche Lösung eine Änderung der Nutzungsform im Bebauungsplan vorsieht. "Als Stadt Bernburg sind wir bereit unseren Teil dazu beizutragen, dass die Villa und das Grundstück von Käufer neu genutzt werden können. Falls Anpassungen im Bebauungsplan notwendig sind, werden wir das - wenn es zum städtebaulichen Gesamtkonzept passt - schnell und unbürogratisch unterstützen." Auch wenn die Stadt sich das Grundstück nicht leisten kann, so kann die Änderung des Bebauungsplanes jedoch für eine hochwertige Weiterentwicklung des Gesamtareal durch eine mögliche Bebauung des Gartengrundstückes sorgen. Mit der Änderung der Nutzungsform wäre das Gelände besser zu vermarkten. Unstrittig bleib jedoch, dass die Villa nur mit dem gesamten 10.000 qm Grundstück zu verkaufen ist. Momentan bestehen keine Maklerverträge, sodass Solvay weiter versucht, Investoren mit nachhaltigen Nutzungskonzepten für beide Grundstücke zu finden.

 

Weitere Informationen und Anfragen bitte ausschließlich über Wolfgang Ohrmann, Leiter Liegenschaftsverwaltung Ost. Kontakt: +49 3471 323 137 oder wolfgang.ohrmann(at)solvay.com             

Kommentar schreiben

Kommentare: 0