Podiumsdiskussion "Das umstrittene Handelsabkommen EU-USA und seine möglichen Auswirkungen"

Podiumsdiskussion "Das umstrittene Handelsabkommen EU-USA und seine möglichen Auswirkungen" an diesem Donnerstag, den 16. April 2015 von 19.00 bis 20.30 Uhr im Stiftssaal der Kanzler von Pfau´schen Stiftung in Bernburg erinnern. Die Veranstaltung wird vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. und der Kanzler von Pfau´schen Stiftung in Kooperation mit dem Weltladen Bernburg „Kanzlereck", der Hochschule Anhalt, dem Bistum Magdeburg, der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland - Kirchlicher Entwicklungsdienst und Attac Anhalt  durchgeführt. Die Podiumsdiskussion wird Gelegenheit bieten, sich über das umstrittene Transatlantische Handelsabkommen eingehender zu informieren und an einer kontroversen Debatte teilzunehmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-Themenjahres „Entwicklung“ statt. Begleitend zur Veranstaltung gibt es Informationsstände der Veranstalter/innen und Kooperationspartner/innen. 

Im Podium vertreten sind: Sven Hilbig  (Referent „Welthandel“  Brot für die Welt), Dr. Hans Joachim Döring (Beauftragter für den kirchlichen Entwicklungsdienst der EKM), Prof. Dr. Gerhard Igl (Hochschule Anhalt, Professor für Dienstleistungsmanagement), Ulrich Thomas (Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt), Sebastian Lüdecke (Landesvorsitzender BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN), Moderation: Dr. Christian Reineke (Vorsitzender der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V.)

 

Hintergründe zur Veranstaltung:

 

Das transatlantische Freihandelsabkommen – TTIP

Hinter verschlossenen Türen finden derzeit die Verhandlungen für das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership)  zwischen der USA und der EU statt. Im Laufe des Jahres 2015 sollen die Verhandlungen abgeschlossen werden und die politischen Beschlüsse dazu fallen. Nicht einmal das EU-Parlament erhält detaillierte Informationen zu den Inhalten der Verträge. Das Hauptziel ist die weitgehende Beseitigung aller Handelsbarrieren in Form von regulatorischen Hemmnissen, um dadurch Investitionen auf dem europäischen und US-amerikanischen Markt zu erleichtern. Die Befürworter des Abkommens versprechen Impulse in Milliardenhöhe, mehr Arbeitsplätze, ein üppiges Wirtschaftswachstum und höhere Einkommen. Vergleichbare Freihandelsverträge zeigen jedoch, dass diese Erwartungen nicht erfüllt werden können. Befürchtet wird, dass die tatsächlichen Risiken und Gefahren verschleiert und die gesetzlichen Gesundheits-, Umwelt-, und Sozialstandards gesenkt werden.

 

TTIP und der Rest der Welt

Doch was heißt das konkret? Kommen nun Chlorhühnchen und Gentechnik auf den Tisch? Kommen bisher verbotene Chemikalien wieder auf den Markt? Wer wird der große Verlierer einer solchen Deregulierungs- und Marktöffnungspolitik sein? Welche Konsequenzen für Land und Kommunen sind durch TTIP zu erwarten? Schafft TTIP die versprochenen Arbeitsplätze? Was bedeuten die Regulierungen für die sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländer, die bei  TTIP nicht am Verhandlungstisch sitzen?

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