Fördermaßnahmen für junge Frauen

Das Land Sachsen-Anhalt reicht im Rahmen der EU Strukturfondsperiode 2014-2020 mehr als eine Million Euro für Fördermaßnahmen aus, von denen insbesondere junge Frauen profitieren sollen. Die geförderten Projekte betreffen einerseits die besonderen Problemlagen Alleinerziehender und andererseits das Fortkommen von Frauen in wissenschaftlichen Berufen. Zur Verwirklichung ihrer Projekte erhalten der Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Magdeburg/Braunschweig e.V., das Bildungswerk der Wirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die dazu benötigten finanziellen Mittel. Die Zuwendungsbescheide hat Sachsen-Anhalts Ministerin für Justiz und Gleichstellung Prof. Dr. Angela Kolb am Mittwoch übergeben.

Kolb würdigte die wichtige Arbeit der Projektträger und stellte heraus, dass Gleichstellung und Chancengleichheit nicht nur politische Forderungen bleiben dürften, sondern mit Hilfe konkreter Maßnahmen umgesetzt werden müssten; eine auskömmliche finanzielle Ausstattung sei dafür das Fundament. „Für Alleinerziehende ist die Armutsgefährdung besonders groß, zumal Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern am Arbeitsmarkt oft nur schwer Fuß fassen können.“ Deshalb sei es folgerichtig, eine Förderung dort anzubringen, wo sie besonders dringend gebraucht werde.

 

Überhaupt sei es wichtig, dass junge qualifizierte Frauen im Land gehalten werden. Dafür müsse man ihnen eine Perspektive bieten. „Das kann gelingen, indem wir junge Absolventinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Bereiche an den Universitäten und Hochschulen des Landes fördern, indem wir ihnen neue Berufsmöglichkeiten aufzeigen, Wissen vermitteln und sie motivieren, diese Berufe in Sachsen-Anhalt zu ergreifen.“, so Kolb. Die Frauenpolitik in Sachsen-Anhalt werde maßgeblich durch das Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt angetrieben, dessen Umsetzung auch mit Hilfe von ESF-Projekten fortgesetzt werde.

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