Mitglieder des Saale-Stammtischs fordern Elbe-Anschluss

Die Mitglieder des Saale-Stammtischs haben jetzt gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand, die Aufnahme der Saale in den Bundesverkehrswegeplan 2015 und den wirtschaftlichen Anschluss an die Elbe gefordert. Anlass war die Zusammenkunft der Stammtisch-Mitglieder am gestrigen Donnerstag. Über den aktuellen Stand in Sachen Saale und Bundesverkehrswegeplan sprach Manfred Sprinzek, Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS). Der Verein ist seit Gründung des Saale-Bündnisses im August 2011 treibende Kraft und fachlicher Berater. Der Saale-Stammtisch versteht sich als Mittler, Akteur und Impulsgeber rund um die Entwicklung der touristischen Nutzung des Flusses.


(Bildunterschrift (v.l.n.r.): Klaus-Dieter Gerlangen (Verein Saaleschwimmer Halle e.V.), Klaus Kühner (Musikalischer Stadtführer Halle), Jürgen Seilkopf (Hanseverein Halle e.V.), Doreen Dalgahn (Halle/Souvenirs), Wolfgang Aldag (Saale-Stammtisch), Dr. Bernd Wiegand (Oberbürgermeister), Thomas Reschke (Kanuclub Schönburg e. V. Unstrut) und Thoralf Schwade (Bootsverleih Halle)

Die Vollendung des in den 1940er Jahren unterbrochenen Saale-Ausbaus auf den letzten 20 Kilometern ist seit 1992 in den Bundesverkehrswegeplänen des Bundestags enthalten, aber trotz positiven Abschluss des Raumordnungsverfahrens 2008 nicht realisiert. Die Saale ist touristisch und wirtschaftlich an die Elbe anzuschließen. Mit dem Lückenschluss zwischen den Bundeswasserstraßen Elbe und Saale wird die Saale mit dem europäischen Wasserstraßennetz verbunden. 


Aktuellen Befragungen zufolge stehen 2,5 Millionen Tonnen Transportpotenzial für die umweltfreundliche Binnenschifffahrt bereit und ermöglichen dringend notwendige Verkehrsverlagerungen von den überlasteten Straßen des Landes. Der mit EFRE-Mitteln der EU ausgebaute Hafen Halle wird erst dann seiner Funktion als landesbedeutender Hafen gerecht. Für Halle, der „Stadt am Fluss“, hat die Saale auch künftig für die Entwicklung eine große Bedeutung. Das vom Stadtrat beschlossene Tourismuskonzept mit vielen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur kann den Wassertourismus an der Saale einen entscheidenden Schritt voranbringen. Neue Fußgängerbrücken über die Saale, ein Schiffsanleger am Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) und ein Campingplatz am Sandanger, das sind nur einige der Pläne im Wassertourismuskonzept der Stadt. Für die Umsetzung dieser Pläne muss die Saale Bundeswasserstraße bleiben und weiter vom Bund unterhalten werden. Darum unterstützen die Mitglieder des Saale-Stammtischs die Forderungen des Saale-Bündnisses, dessen Schirmherr der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer (SPD), ist. Unterstützer sind Bürgermeister, Unternehmen, Binnenschiffer, der VHdS und viele Menschen in der Region.


Ständige Mitglieder des Saale-Stammtischs sind:

 DLRG Halle/Saalekreis

 S.A.M. Telecom LSVSA e.V.

 Hallescher Anglerverein e.V.

 Hallesches Saline Museum e.V.

 Wassersportclub Rabeninsel e.V.

 Reederei ARONA Halle

 Hanseverein Halle e.V.

 Bootsverleih Halle

 WWZ Halle GmbH

 Studio 51

 Gesundes Trotha e.V.

 Peißnitzhaus e.V.

 MS Marie Hedwig

 Bootshaus 5

 Marineverein Halle e.V.

 Saaleschwimmer Halle e.V

 VHdS e.V.

 Stadthafen Trotha GmbH

 Reederei Riedel Halle GmbH

 USV Halle

 Hallescher Kanu-Club 54 e.V.

 Dr. Bernd Wiegand

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