Ausstellung zur NS-Justiz und „Malgalerie“ bei Kulturfestival

Im Rahmen des Kunst- und Kulturfestivals „Die neue Sinnlichkeit der zeitgenössischen Kunst“ des KulturAnker e.V. macht die Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes“ für ein Wochenende in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Magdeburg Station. Am Geschichtswochenende, das unter dem Titel „Geschichte entfesselt“ steht, wird sie vom 17. bis 19. Juli im Lazarettbau gezeigt. Zur Eröffnung im Theatersaal am Freitag, 17. Juli, 19 Uhr, spricht nach einem Grußwort von Dr. Falko Grube der ehemalige Leiter der JVA Magdeburg, Rüdiger Richter. 


Die Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes" dokumentiert die Rolle der deutschen Justiz in den Jahren 1933 bis 1945 in Sachsen-Anhalt. Um 20 Uhr schließt sich der Film „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ an, moderiert von Michael Viebig, Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale). Der Film erzählt von einem jungen polnischen Zwangsarbeiter, den ein deutsches Sondergericht 1942 zum Tode verurteilte.


Beim Geschichtswochenende ist auch der Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Gast in der ehemaligen JVA. Präsentiert werden Bilder und Zeichnungen von Inhaftierten aus Justizvollzugsanstalten des Landes Sachsen-Anhalt, die im Rahmen der „Malgalerie“ entstanden sind, eines Malwettbewerbs, den der Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e.V. (ehemals Landesverband für Straffälligen- und Bewährungshilfe Sachsen-Anhalt e. V.) und das Justizministerium seit Jahren ausrichten. Außerdem stellen sich unter dem Dach des Landesverbandes organisierte Vereine vor: das Diakonische Werk im Landkreis Jerichower Land aus Burg, das Jugendförderungszentrum Gardelegen, der Verband für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe Magdeburg und der Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe Stendal. 


Das Festival „Die neue Sinnlichkeit der zeitgenössischen Kunst“ verwandelt während der Sommer-Wochenenden die ehemalige Justizvollzugsanstalt in einen mehr als 20.000 Quadratmeter großen Veranstaltungsort. Das „Haus der Geschichte“, in dem die Ausstellung zur Justiz im Nationalsozialismus und die „Malgalerie“ gezeigt werden, ist Freitag, 17. Juli, von 16 bis 20 Uhr und am Wochenende von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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