Erste Schulweghelfer-Ausbildung im Salzlandkreis geplant

Seit dem 1. März wird im Salzlandkreis das Projekt Schulweghelfer umgesetzt. Seit dieser Zeit wurden bereits verschiedene Schulen angesprochen, vorrangig Gymnasien. Weitere Schulen sollen angesprochen werden, hier insbesondere Schulen, in denen viele Schüler täglich mit dem Bus fahren müssen. Dazu zählen unter anderem das Schulzentrum Könnern, die Ganztagssekundarschule in Aschersleben und die Sekundarschule Förderstedt. Am Gymnasium Carolinum in Bernburg wurde bereits ein konkreter Termin für die Ausbildung festgelegt. Zwischen dem 22. September 2015 und dem 26. September 2015 soll die umfangreiche Ausbildung stattfinden. In theoretischen und praktischen Bausteinen werden Grundlagen für die Tätigkeit vermittelt. Hierzu gehören Aspekte der Verkehrssicherheit, der Gewaltprävention, die einen Schwerpunkt im Projekt bildet, sowie ein DRK-Kurs. Interessierte Schulen und interessierte Schülerinnen und Schüler können sich jederzeit melden. Das Engagement der Schulweghelfer wird belohnt. Neben Zeugniseinträgen und einem Zertifikat über die Teilnahme am Projekt gibt es auch ein kostenloses Schülerferienticket. Die Möglichkeit eines Praktikums bei beteiligten Projektpartnern kann erfragt werden.


Das Projekt wird im Salzlandkreis unterstützt durch den Landkreis selbst, die Polizei des Landkreises, die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH, den DRK-Kreisverband, den Kreiselternrat und die Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“. In regelmäßig stattfindenden Treffen steuern Vertreter dieser Institutionen den Projektverlauf im Salzlandkreis. Das Gesamtprojekt wird von der Landesverkehrswacht Sachsen-Anhalt e.V. koordiniert. Das Projekt wird gegenwärtig in sieben Landkreisen Sachsen-Anhalts umgesetzt.

 


Das Projekt setzt sich zum Ziel, Unruhe und Konflikte unter Mitschülern insbesondere bei langen Anfahrtszeiten im Bus verhindern. Schulweghelfer sollen aber auch die Sicherung von Gefahrenstellen im Haltestellenbereich oder auf den Wegen und Straßen an den Schulen unterstützen. So nahmen im Jahr 2014 Unfälle auf Schulwegen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 25 % zu. 



Indem sich die Schulweghelfer unter fachlicher Betreuung eigenständig mit den täglichen Gefahren ihres Schulweges auseinandersetzen, selbst aktiv Maßnahmen zur Reduzierung der Gefahren des Schulweges umsetzen, Verantwortung für sich und andere übernehmen und ihre Kompetenzen dadurch stärken, werden auch Mitschülerinnen und Mitschüler kontinuierlich zu den Gefahren des Schulweges sensibilisiert.

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