Flüchtlinge mobile Wohnunterkunft bezogen

In den letzten Tagen haben nun Flüchtlinge auch die mobilen Wohneinheiten in Bernburg bezogen. Insgesamt sollen hier 75 Menschen unterkommen, doch der Bedarf ist so groß, dass auch der Salzlandkreis sich über die Unterbringung Gedanken machen muss. Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises: "Wir müssen uns darauf einstellen, im Salzlandkreis bis zu 250 Flüchtlinge im Monat aufzunehmen.

 

Wo diese allerdings unterkommen sollen, dass ist Momentan noch völlig unklar. Nach einem Besuch in der zentralen Aufnahmestelle in Halberstadt ist klar, in wenigen Monaten müssen die Menschen in festen Quartieren untergebracht werden. Indes hat sich die Zahl  der Anträge auf Asyl hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal verdreifacht. 

Der starke Zustrom von Flüchtlingen nach Europa ist auch in Sachsen-Anhalt zu spüren. Landkreise und Kommunen müssen Flüchtlingen aufnehmen, die Herausforderung ist jedoch, angesichts der belegten Gemeinschaftsunterkünfte weitere Flüchtlinge unterzubringen. Deshalb wird auch im Salzlandkreis dringend nach Lösungen gesucht, sei es Gemeinschaftsunterkünfte, mobile Wohneinheiten oder die Anmietung von Wohnungen.

 

Durch Landrat Markus Bauer und die Mitarbeiter  der zuständigen Fachdienste des Landkreises, die gesonderten Beratungs- und Betreuungsdienste, zahlreichen Bildungsinstitutionen, Einrichtungen und Vereinen (die insgesamt das Integrationsnetzwerk des Salzlandkreises bilden) und durch die Integrationskoordinatorin werden die Tätigkeiten der Stabsstelle unterstützt. Der Auftrag der Stabstelle ist, die Unterbringung des Personenkreises nach dessen Zuweisung durch die Zentrale Aufnahmestelle Halberstadt zu garantieren. Bei Bedarf werden die Flüchtlinge auch auf dem Weg zu Behörden und Institutionen begleitet oder bei der Beantragung verschiedenen Leistungen unterstützt.

 

Die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat den Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel, dass der Bund künftig die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung tragen sollte, begrüßt. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“. Durch eine dauerhafte zusätzliche Übernahme der Unterbringungskosten für Asylbewerber und Flüchtlinge durch den Bund könnten die Kommunen spürbar entlastet werden. Haseloff: „Die Übernahme der Kosten muss allerdings sofort wirksam werden. Die Kommunen können nicht darauf warten, dass Bund und Länder sich zuvor über die schwierigen Fragen des Finanzausgleichs verständigen.“

 

Die Finanzierung

Die Akteure der Integrationsarbeit führen Projekte, die aus Bundes- und Landesmittel finanziert werden, durch. Über das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ (zuständig Fachdienst Jugend und Familie) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnte insbesondere die Vernetzung der Träger der Jugend, - Migrationsdienste gefördert werden. Hauptanliegen des Programms ist, Projekte für Toleranz und Demokratie sowie gegen Rechtsradikalismus, Fremdfeindlichkeit und Antisemitismus in einem lokalen Aktionsplan umzusetzen. Aus dem Bundesprogramm und Landesmitteln wird ebenfalls die „Interkulturelle Woche“ in Salzlandkreis finanziert. Die „Interkulturelle Woche“ ist eine Initiative der deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. 

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