Eingliederung von Flüchtlingen gestartet: "ANKOMMER. Perspektive Deutschland"

Gesucht sind Gründer und Initiativen mit innovativen und übertragbaren Lösungsideen zur Verbesserung der beruflichen Startmöglichkeiten von Flüchtlingen in Deutschland. Die KfW Stiftung und Social Impact gGmbH bieten professionelle Begleitung und Unterstützung bei der Gründung. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 11. Oktober 2015 Ankommen bedeutet mehr als nur Willkommen sein. Es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich einzubringen.


Die KfW Stiftung und die Social Impact gGmbH haben deshalb unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein Stipendienprogramm gestartet: ANKOMMER. Perspektive Deutschland unterstützt Projekte und Initiativen, die Flüchtlingen die Möglichkeit eröffnen, sich so einbringen zu können, dass sie an Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland partizipieren.

ANKOMMER. Perspektive Deutschland wendet sich an angehende Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen und übertragbaren Ansätzen Flüchtlingen sowohl einen verbesserten Zugang zu Bildung verschaffen, als auch das Angebot von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen erweitern. Die ausgewählten Teilnehmer werden mit einem Stipendienprogramm gefördert. Sie entwickeln mit Unterstützung eines interdisziplinären Expertenteams ihre Konzepte weiter und überführen sie in tragfähige unternehmerische Lösungen. Dies findet an sämtlichen Labs, den Zentren für soziale Innovatoren, der Social Impact gGmbH in Deutschland statt.


Bundeswirtschaftsminister Gabriel begrüßt den Start des Projekts: „Die hohe Zahl der zu uns kommenden Flüchtlinge stellt Europa und Deutschland vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Die Kommunen allein können diese nicht bewältigen, sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Flüchtlinge gesellschaftlich und ökonomisch besser zu integrieren. Dazu will das Projekt ANKOMMER. Perspektive Deutschland der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH seinen Beitrag leisten.“ Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH: „ANKOMMER. Perspektive Deutschland setzt ein starkes Zeichen, denn wir brauchen innovative Konzepte und tragfähige Lösungen, durch die Flüchtlinge ihre Potenziale einbringen und zu aktiven Mitgestaltern ihres Lebens in einer neuen Heimat werden können.“


Dr. Edeltraud Leibrock, Mitglied des Vorstands der KfW Stiftung, betonte: „Mit der Beteiligung an dem Projekt ANKOMMER. Perspektive Deutschland trägt die KfW Stiftung dazu bei, dass Flüchtlinge eine Perspektive haben, sich aus der Abhängigkeit von den Sozialsystemen zu lösen, selbstbestimmt zu leben und aktives Mitglied unserer Gesellschaft zu sein.“ Über das Stipendium: Das Stipendium hat eine Laufzeit von bis zu acht Monaten und umfasst Leistungen im Gegenwert von 12.500 Euro. Darunter fallen Coaching, Fachberatung, Workshops und ein Co-Working Arbeitsplatz in den Labs der Social Impact gGmbH, u.a. in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und demnächst in Duisburg. Während des Stipendiums haben die Teilnehmer die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung in Form einer Kostenpauschale von bis zu 4.000 Euro zu erhalten.


Am Ende des Stipendiums werden die besten drei Projekte mit einem Startgeld von jeweils 20.000 Euro prämiert. Nach dem Stipendium gibt es die Möglichkeit, an einem Tandem-Programm teilzunehmen: Partner aus der Wirtschaft und dem dritten Sektor entwickeln mit den Stipendiaten die Lösungsansätze weiter, 55 damit das Projekt in der Praxis durchstarten kann. Interessierte können sich bis zum 11. Oktober 2015 online unter www.ankommer.eu bewerben.


Die KfW Stiftung setzt sich mit der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Dazu zählen der Schutz von Umwelt und Klima, der demografische Wandel sowie die Globalisierung. Unter dem Leitmotiv „Verantwortung übernehmen – Vielfalt gestalten“ entwickelt sie eigene Projekte zu diesen Kernthemen. Dabei fördert sie Initiativen, die bestehende Muster hinterfragen, entwickelt Konzepte für alternatives Handeln und bietet Plattformen für grenzüberschreitenden Austausch. Der Stiftungszweck umfasst die Themenfelder Verantwortliches Unternehmertum, Soziales Engagement, Umwelt und Klima sowie Kunst und Kultur.


Über die Social Impact gGmbH Die Social Impact gGmbH mit Sitz in Potsdam wurde 1994 gegründet. Social Impact ist die Agentur für soziale Innovationen und Experte für Gründungsberatung mit Fokus auf Programme für Social Startups sowie Angebote für weitere Zielgruppen. Die Gründungsprogramme werden in Social Impact Labs angeboten, an derzeit sechs Standorten (Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Duisburg, Potsdam). Social Impact mit seinen rund 40 Mitarbeitern wird durch bekannte Unternehmen und Stiftungen gefördert.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Nur mal zum Nachdenken (Donnerstag, 20 August 2015 03:00)

    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat eine Statistik veröffentlicht, die sehr hilfreich ist. Das PDF kann auf der Webseite des BAMF heruntergeladen werden.
    Darin steht:
    10 % der Zuwanderer haben nie eine Schule besucht. Man erkennt diesen Personenkreis daran, daß die Leute den Geldempfang mit Daumenabdruck quittieren. (Leider kein Witz - Deutschland im Jahr 2015)
    90 % der Zuwanderer haben einen Schulabschluß von mindestens Grundschulniveau (mit anderen Worten: 4. Klasse) Da zu möchte ich anmerken: Unsere Grundschüler können zumindest Deutsch.
    16 bzw. 22 % haben _nach eigenen Angaben_ Abschlüsse, die der Hochschulreife bzw. vergleichbar entsprechen. Anmerkung von mir: "Nach eigenen Angaben" Leute, die auf der Flucht Ihre Pässe verloren haben...

    Zum Glück hat es das BAMF höchstselbst veröffentlicht, sonst wäre man ja ein Nazi, wenn man das behauptet, oder?