Schulunterricht für Sprachförderung von Flüchtlingskindern in 50 Städten geplant

Zugleich stellte der Minister das Konzept eines landesweiten Netzes von Sprachgruppen und Sprachklassen für Flüchtlingskinder vor, das in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Schulämtern der Landkreise und kreisfreien Städte sowie dem Landesschulamt erarbeitet worden war. Danach sind an allgemein- und berufsbildenden Schulen im kommenden Schuljahr Sprachgruppen bzw. Sprachklassen in rund 150 Schulen in ca. 50 Städten geplant. „Wir wollen die Flüchtlingskinder, die ein Recht auf Bildung haben, bei uns willkommen heißen und ihnen die Möglichkeit bieten, schnell die deutsche Sprache zu lernen“, so der Minister. Dazu werden bis zu 100 Lehrkräfte befristet eingestellt.

 

Nach den bisherigen Prognosen und dem geltenden Verteilungsschlüssel sollten die Sprachklassen oder Sprachgruppen im Hinblick auf das Schuljahr 2015/2016 für mindestens 3.000 Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden. „Diese Zahl wird sich nach den jüngsten Prognosen aller Voraussicht nach  noch einmal deutlich nach oben verändern“, so Dorgerloh.

 

Darüber hinaus kündigte der Minister weitere Vorhaben in diesem Bereich an. So sind zwei zusätzliche Stellen für Schulpsychologen ausgeschrieben, die sich insbesondere um traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmern. Neben Fortbildungen für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Fremdsprache sowie für Schulleiterinnen und Schulleiter zum Thema „Schule und Willkommenskultur“ soll das Projekt „Vielfalt nutzen“ zur einer Servicestelle für interkulturelles Lernen ausgebaut werden.

 

Die Arbeitsschwerpunkte würden hier in der Beratung von Schulen, Migrantenorganisationen und anderen Kooperationspartnern vor Ort sowie in der Entwicklung und Verbreitung von Unterrichtsprojekten und -materialien zum interkulturellen Lernen liegen. „Es ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen, das wir vorbereitet haben, um entsprechend vorbereitet zu sein und die Schulen auf die kommenden Aufgaben einzustellen. Dazu zählen auch die Initiativen der Landeszentrale für politische Bildung."

Kommentar schreiben

Kommentare: 0