240. Pflaumenkuchenmarkt Plötzkau gefeiert

Was vor 240 Jahren mit dem pflücken von Pflaumen begann, entwickelte sich rasch zum Jahrmarkt. Es ist nähmlich urkundlich belegt, dass die Bauern aus der Region damals im September Ihre Pflaumenplantagen ab ernteten, anschließend durften die Armen Leute stoppeln gehen. Schon damals entwickelte sich die Pflaumenernte rasch zum Mege Event mit Händlern. Natürlich ging es auf und ab, aber die Tradtion ist geblieben. Pünktlich um 16.30 Uhr wurde der 240.Pflaumenkuchenmarkt durch Bürgermeister Peter Rosenhagen mit Freibieranstich und Anschnitt des Pflaumenkuchen eröffnet.

 

Nach der kurzen Ansprache des Ortsbürgermeisters stürmten natürlich die noch sehr übersichtliche Schar von Gästen auf das Kuchenbuffett. Aber bitte mit Sahne, natürlich gab es traditionell die ersten Bleche Pflumenkuchen, gebacken von der Bäckerei Latsch in Baalberge, gratis. Am Abend sorgte die Band „Sonic Jam“ aus Staßfurt für Unterhaltung. Erwartet von den Kindern führte am Abend die Görziger Schalmeienkapelle 1957 e.V. den traditionellen Fackelumzug durch Plötzkau.

Urkundlich belegt, nach der Pflaumenernte durften die armen Leute stoppeln gehen. Schnell entwickelte sich die Pflaumenernte zum Mege Event mit Händlern in Plötzkau.


Jürgen Wegner aus Leipzig übernahm 1999 die Organisation des Pflaumenkuchenmarktes. Neben Schaustellern und Fahrgeschäften gab es nun auch wieder traditionelles. Am Sonntag wurde nähmlich wieder Miss Pflaumenkuchen gekührt. Dazu backen die Frauen aus neun Vereinen Zuhause einen Pflaumenkuchen. Zwei Besucher müssen dann jeweils von neun Pflaumenkuchen probieren. Mit einer Strichliste geht es dann um die meisten Punkte. Entschiedne wird nach Aussehen und Geschmack. Die meisten Punkte hatte in diesem Jahr Antje Zabel von der Freiweilligen Feuerwehr Plötzkau kassiert, somit ist Sie nun für ein Jahr Miss Pflaumenkuchen. Und der Kuchen schmeckte wirklich wieder in diesem Jahr, Sonntag 16:00 Uhr war schließlich Schluss, der Pflaumenkuchen war einfach alle. Kurz zuvor konnte noch der zweijährige Levin Finn Jordan aus Güsten mit seinem Opa ein Stück ergattern. "Es hat geschmeckt", sagt Lutz Jordan.

 

Damals, so erzählte Peter Rosenhagen, gab es auch Wahl zur Miss Pflaume. Dabei ging es um das lustigste und schrillste Outfit für den Pflaumenkuchenmarkt. Entstanden war die Idee natürlich in der Kneipe. Gut, alles ist nicht geblieben, aber die Tradition, denn die gleichbleibend konstante Bewegung des Marktes ist auch ein Zeichen für die Beliebtheit bei den Gästen. Deshalb gab es zur Eröffnung natürlich auch noch ein Fass Freibier vom Veranstalter. Sommerlichen Temperaturen, viele Händler und ein Programm für Jung und Alt bot den Besuchern willkommene Abwechslung.

 

Der Samstag begann bereits neun Uhr mit dem traditionellen Hähnekrähen im Festzelt. Bunte Nachmittagsunterhaltung gab es für alle Besucher mit Hüpfburg, Torwandschießen, Unterhaltung und Animation für Kinder, Gestaltungsecke mit Korbflechten, Zinngießen, Filzen, Kerzenziehen u.v.m. Für die richtige Stimmung sorgten am Nachmittag die Gassenhauer mit dem bekannten Sänger und Entertainer „Bernhard Langer“ von der DDR Kult Band – Winni 2, eine Zaubershow „Dinner for One“ für Groß und Klein mit Meister Kranz und am Abend füllte sich das Festzelt bis auf den letzten Platz mit „Remmi & Demmi“ bis nach Mitternacht.

 

Auch der Sonntag bot wieder Besucher zum Bummeln und Shoppen an den Marktstände, Händler und Handwerker. Weiter ging es mit den original „Einetaler Jäger“ zum Frühschoppen mit Blasmusik. Auch die Heimatstube hatte zum „Tag des offenen Denkmals“ auf Schloss Plötzkau mit Führungen Adlerschießen um die „Plötzkauer Fürstenkette“ geöffnet. Am Abend wurde noch einmal gefeirt. Die „PSM – Liveband“ mit Repertoire von Helene Fischer bis Ute Freudenberg, Peter Maffay, Puhdyssowie Disco mit DJ Rudi sorten für Spaß für alle, die noch Kraft zum Feiern hatten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    ich bins (Dienstag, 15 September 2015 07:14)

    Lächerlich, "Pflaumenkuchenmarkt" Ein Stand wo es Pflaumenkuchen gab, einfach nur lächerlich, ich kenne das noch anderst.

  • #2

    Olaf (Mittwoch, 16 September 2015 22:43)

    Es gab einen zweiten Stand, am Sportplatz. Da gab es keine Schlange, ich wurde sofort bedient. Und der Kuchen mit Sahne kostete dort 1,50 EUR und nicht 1,80 EUR. Seltsamerweise zogen es die meisten Menschen vor, sich in die lange Schlange am Festzelt einzureihen. Vermutlich, weil sie gleich ins Zelt wollten.