Landesamt präsentiert Bericht zur Lebensmittelsicherheit

Im Beisein von Verbraucherschutzminister Norbert Bischoff hat das Landesamt für Verbraucherschutz am Mittwoch in Halle seinen Jahresrückblick sowie den Lebensmittelbericht für 2014 vorgestellt. Die Berichte enthalten Daten und Fakten zu den vielfältigen Aufgabenfeldern des Landesamtes - von Arbeitsschutz und Produktsicherheit über Gesundheitsschutz und Veterinärmedizin bis zu Lebensmittelsicherheit. 10.764 in Sachsen-Anhalt entnommene Lebensmittelproben und 1.112 Proben aus dem Bereich Kosmetik und sonstige Bedarfsgegenstände wurden in den Laboratorien des Fachbereiches Lebensmittelsicherheit auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und rechtmäßige Beschaffenheit geprüft.

1.265 amtlich entnommene Lebensmittelproben wurden beanstandet, überwiegend allerdings wegen Bezeichnungsmängeln. Als gesundheitsgefährdend oder aus anderen Gründen nicht zum Verzehr geeignet beurteilt wurden 147 Lebensmittel. Bei Kosmetika und Bedarfsgegenständen wurden 161 Proben beanstandet. Die Probenzahlen folgen aus europaweit geltenden Vorschriften, wie auch die am Risiko orientierte Probenahme und die Beurteilung der Kennzeichnung und Zusammensetzung der Produkte.


Minister Bischoff betonte, Verbraucherschutz habe in Sachsen-Anhalt einen hohen Stellenwert. Die Überwachung schütze „die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher und den redlichen Produzenten vor wirtschaftlichen Nachteilen gegenüber unsauber arbeitender oder bewusst täuschender Konkurrenz“. Der Minister dankte den Beschäftigten der Landkreise und kreisfreien Städte, die für die Gesundheitsvorsorge und Lebensmittelkontrolle vor Ort verantwortlich zeichnen, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landesamt.


Der Jahresrückblick 2014 nimmt unter anderem Bezug auf Geschehnisse, die lange in den Schlagzeilen waren. Das LAV war eingebunden in die Vorbereitungen, die getroffen werden mußten für den Fall des Einschleppens von Ebola nach Sachsen-Anhalt. Nach einem Nachweis des Erregers der Aviären Influenza („Vogelpest“) in Sachsen-Anhalt wurde ein weitgehendes Aufstallungsgebot für Geflügel erlassen. Im Rahmen eines Monitorings wurden 316 erlegte oder tot gefundene Wildvögel auf den auch für Menschen gefährlichen Erreger getestet, der dabei dreimal nachgewiesen wurde. Ohne Schlagzeilen kommt aus, dass bundesweit jährlich mehr als 1500 Beschäftige und Ruheständler an den Folgen des beruflichen Asbestumgangs versterben. Sehr große Mengen zerstörter Asbestzementprodukte müssen im Land noch fachgerecht entsorgt werden.


Die vollständigen Berichte „Jahresrückblick 2014“ und „Untersuchungen zur Lebensmittelsicherheit 2014“ sind im Internet auf den Seiten http://www.verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/service/publikationen/jahresberichte/ veröffentlicht.

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