Alsleben bleibt Grundzentrum

Nachdem die Ausweisung von Alsleben als „Grundzentrum“ von den Mitgliedern der Regionalversammlung abgelehnt worden ist, kämpfte Landrat Markus Bauer für den Erhalt des Status quo. Es gelang dem Landrat des Salzlandkreises, die Mitglieder der regionalen Planungsgemeinschaft, die die Ausweisung festlegt, vom Lösungsansatz eines geteilten Grundzentrums zu überzeugen. Das geteilte Grundzentrum ist nach Landesentwicklungsgesetz und -entwicklungsplan eine möglich Option im regionalen Entwicklungsplan und auch in anderen Landkreisen bereits umgesetzt worden. Mit einer großen Mehrheit von 13 Ja- und fünf Nein-Stimmen ist der Antrag von Landrat Bauer kürzlich in der Sitzung der Regionalversammlung befürwortet worden.

Landrat Bauer hierzu: „Das Ergebnis zeigt mir, dass es sich lohnt Argumente vorzutragen und zu kämpfen. Mit dieser Definition wird die zukünftige Entwicklung beider Orte gesichert. Die Grundzentren übernehmen im ländlichen Raum eine wichtige Rolle, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, sowie als Wohnstandorte. Auch in Zukunft werde ich mich für die Kommunen im Salzlandkreis stark machen. Es gilt nun, die Definition mit Leben zu füllen und sie vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu erhalten.“

 

Im nächsten Schritt müssen sich die betroffenen Bürgermeister über die Teilung der grundzentralen Funktionen einigen, um einen entsprechenden Vertrag schließen zu können. Die Kriterien dafür gibt das zuständige Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr vor. Landrat Markus Bauer wird die Bürgermeister auch bei dieser Aufgabenstellung weiter unterstützen.

 

Nachdem bekannt wurde, dass die Geschäftsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg, anders als bisher geplant, die Stadt Alsleben nicht mehr als Grundzentrum ausweisen wird, bat Landrat Markus Bauer Anfang Juli umgehend die Vertreter des Salzlandkreises in der Regionalversammlung, die Ortschefs der Grund- und Mittelzentren, sowie den Leitenden Planer Eckhard Groß von der Planungsgemeinschaft nach Bernburg, um Argumente vorzutragen, dass die Grundzentren im Salzlandkreis zu erhalten sind. Da der Geschäftsstellenvertreter nicht die Möglichkeit zum Kompromiss sah, wandte sich Landrat Bauer im August in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Saale-Wipper und den Städten Güsten und Alsleben erneut schriftlich an die Regionale Planungsgemeinschaft Magdeburg. Durch die ausführliche fachliche Begründung war für die Regionalversammlung der Weg frei, für ein gemeinsames Grundzentrum Güsten-Alsleben zu stimmen.


In Grundzentren werden Einrichtungen der überörtlichen Grundversorgung mit Güter- und Dienstleistungen sowie die gewerbliche Wirtschaft konzentriert. Bei einem geteilten Grundzentrum nehmen beide Orte jeweils entsprechende Funktionen wahr, wobei sie nicht konkurrieren dürfen. So wurde z. B. in der Altmark ein geteiltes Grundzentrum festgelegt, in dem einer der Orte als Sekundarschulstandort benannt worden ist. Welche Aufgaben auf welche Weise nun zwischen Güsten und Alsleben aufgeteilt werden, wird geklärt werden.

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