Vom Umgang mit Vögeln im Winter - für kleine und große Vogelliebhaber

Es sieht zwar noch nicht so aus, aber der Winter kommt in großen Schritten. Viele heimische Vögel fliegen im Winter in wärmere Gegenden Südeuropas und Afrikas, andere sind an die harten Bedingungen bei uns angepasst und überwintern in Deutschland. Sobald Schnee und Frost ihren Einzug halten, werden im Supermarkt auch Meisenknödel, Futterringe etc. zum Kauf angeboten. Diese sind aber zum Teil schlecht verarbeitet und von unzureichender Qualität.


Will man sicher sein, den Tieren ein artgerechtes Futter anzubieten, stellt man es am besten selbst her. Da der Kreativität beim Gestalten der Energie-Spender nur wenig Grenzen gesetzt sind und die Herstellung kinderleicht ist, werden hieran vor allem die jüngeren Vogelfreunde ihren Spaß haben. Auf unserer Internet-Seite und bei Facebook haben wir tolle Ideen und Anleitungen zusammengestellt, wie kleine und große Naturfreunde ein schmackhaftes Winterbüfett für unsere Vögel zubereiten können.

„Sicher ist das auch eine tolle und sinnvolle Aktion für unsere Nachwuchs-Naturfreunde in den Kindergärten und Schulen, um sich mit dem Thema Naturschutz und insbesondere dem europäischen Natura2000-Projekt auseinanderzusetzen. Und dabei gibt es auch noch viele Preise zu gewinnen. Wir freuen uns auf Ihre bzw. Eure Fotos und Beiträge auf unserer Facebook-Seite oder per Mail.“, fordert der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye zum Mitmachen auf.

 

An einer schönen Stelle platziert, können so Meise und Co. beim Speisen und mit etwas Glück die Kletterkünste der selteneren Arten wie Hauben- oder Schwanzmeise sowie Zeisige und Kleiber an den Futterstellen beobachtet werden. Postet Eure Futterbastelergebnisse, vielleicht eigene Herstellungsanregungen und vor allem Fotos von den Vögeln, die sich an den Futterstellen sattessen oder schickt sie uns per Mail. Die schönsten Schnappschüsse und Beiträge gewinnen - Mitmachen lohnt sich.


Hintergrund:

 

Warum Naturschutz, warum Natura 2000?

 

Warum verwenden wir weltweit viel Kraft, Emotionen und auch Geld, um unsere Natur zu schützen? Weil der Naturschutz nicht selbstverständlich ist. Natürlich zerstört niemand mutwillig seine Umwelt, dennoch unterliegen wir oftmals Entscheidungszwängen und auch

 

-notwendigkeiten, die dazu beitragen, dass unsere Umwelt sich verändert – auch zum Negativen. Wir brauchen Industrieansiedlungen, wir wollen ein modernes Straßennetz, um unsere Flexibilität zu gewährleisten, wir brauchen Arbeitsplätze – all das sind nachvollziehbare und richtige Willensbekundungen, aus deren Umsetzung sich oftmals heftige Naturschutzkonflikte ergeben. Im Ringen um die Schaffung von Arbeitsplätzen o. ä. sind wir dann schnell bereit, auf Kosten der Natur Kompromisse einzugehen, zumal sich die negativen Auswirkungen erst viele Jahre später zeigen. Deshalb braucht es gewisse Regularien, gesetzliche Vorschriften und Richtlinien, die auch in Zukunft eine Artenvielfalt und Schutz der Umwelt mit Augenmaß gewährleisten.

 

Natura 2000 schützt Arten und Lebensräume

 

Vor diesem Hintergrund haben sich alle europäischen Länder zusammengetan und ein Netz an Schutzgebieten geschaffen, das sich durch ganz Europa zieht und die Schönheit und Vielfalt unserer Natur sichert. Das Projekt trägt den Namen „Natura 2000“ und kann als bisher weltweit einmalig bezeichnet werden. Dabei haben sich alle Länder darauf verständigt, eine bestimmte Anzahl von Gebieten, die besondere Biotope darstellen oder besonders schützenswerten Arten eine Heimat bieten, als Natura 2000-Gebiete zu melden und auszuweisen. In diesen Gebieten besteht das so genannte „Verschlechterungsverbot“. Das heißt, der gegenwärtige Zustand des Gebietes ist zu erhalten und darf sich nicht verschlechtern. Das Betreiben von Landwirtschaft, Fischerei oder Forstwirtschaft bleibt selbstverständlich weiterhin möglich. Grundlage für die Entscheidung, welche Gebiete als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen werden, sind die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie), die schützenswerte Lebensraumtypen und die darin enthaltenen Tiere und Pflanzen bezeichnet. Auch Sachsen-Anhalt ist in dieses Netzwerk eingebunden und hat bisher 298 Natura 2000-Gebiete gemeldet. Derzeit sind 8 Vogelschutzgebiete und 45 FFH-Gebiete vollständig sichergestellt. Das Ausweisungsverfahren für die bislang noch nicht nationalrechtlich gesicherten Natura 2000-Gebiete mittels einer landesweit gültigen Verordnung ist derzeit in Arbeit.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0