Messergebnisse zu den Staubablagerungen in Staßfurt, Förderstedter Straße

Die Anwohner der Förderstedter Straße beobachten seit einiger Zeit Staubablagerungen auf ihren Autos, Briefkästen oder auch Gartenmöbeln, die mit den Oberflächen reagieren und diese schädigen. Die berechtigte Sorge der Anwohner war, ob sie den Garten noch wie gewohnt nutzen können? Dürfen Kinder im Garten spielen, und kann das Obst der Bäume unbedenklich verzehrt werden? Das Landesamt für Umweltschutz sowie das Landesverwaltungsamt und der Salzlandkreis sind diesen Fragen nachgegangen. Die Fachdienste Gesundheit und gesundheitlicher Verbraucherschutz des Salzlandkreises haben Bodenproben und Obst aus betroffenen Gärten untersuchen lassen.

 

Die Bodenproben wurden nach den Werten der Bundesbodenschutzverordnung untersucht. Diese Verordnung gibt Grenzwerte für Schadstoffe im Boden vor und unterscheidet hier auch nach der Nutzungsform eines Geländes. In Auswertung der Proben wurde festgestellt, dass die geprüften Grenzwerte für Kinderspielflächen weit unterschritten werden. Bei den Vorsorgewerten bei der Nutzung durch Kinder handelt es sich um Werte, wie sie beispielsweise in natürlichen, nicht verunreinigten Böden zu erwarten sind.

 

Bei den Obstproben wurden Birnen und Pflaumen auf Schwermetalle und Eisen hin untersucht. Die Elemente Blei, Cadmium und Arsen wurden in den Proben nicht gefunden. Die Werte für Kupfer, Zink und Eisen liegen im unteren Bereich der natürlich in diesen Obstsorten vorkommenden Werte.

 

Der Salzlandkreis arbeitet auch weiterhin eng mit dem Landesamt für Umweltschutz und dem Landesverwaltungsamt bei der Ursachenforschung zusammen. Leider konnten auch weitere Messergebnisse und Überprüfungen aus Anlagen in der Aufsicht des Landkreises keinen Aufschluss über die Ursachen der Staubentwicklung geben. Weitere Untersuchungen des Landesamtes für Umweltschutz laufen noch.

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