Straßen- und Autobahnmeistereien für Wintereinbruch gerüstet

Die Straßenbauverwaltung von Sachsen-Anhalt ist für den Wintereinbruch gerüstet und hat die Einsatzfahrzeuge mit Streugeräten und Schneepflügen ausgestattet. Bei Bedarf stehen insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter bereit. Darin eingeschlossen sind speziell für den Winterdienst eingestellte Einsatzkräfte. Exakt 328 Räum- und Streufahrzeuge stünden zur Verfügung um Autobahnen, Bundes- und Landes- sowie einen Teil der Kreisstraßen zu beräumen und vor Vereisung zu schützen. Darüber hinaus unterstützten geeignete Fremdfirmen die Meistereien bei ihrer Arbeit, teilte der Minister mit.

 

In den Hallen und Silos der Straßen- und Autobahnmeistereien sind nach Webels Worten rund 73.000 Tonnen Streusalz und knapp 1.500 Tonnen Sole eingelagert. Schneezäune werden in den kommenden Wochen auf einer Länge von mehr als 140 Kilometern aufgestellt. Trotz all dieser Vorkehrungen könne jedoch bei flächendeckender Schnee- und Eisglätte nicht immer und überall gleichzeitig geräumt und gestreut werden, gab Webel zu bedenken.

Selbst auf hochbelasteten Verkehrsachsen wie den Autobahnen gehe die Leistungsfähigkeit bei extremen winterlichen Verhältnissen und bei langanhaltenden Winterperioden zurück. Daher seien bei starkem Schneefall zeitweise Verkehrsbehinderungen nicht immer zu vermeiden, erklärte der Minister.

 

So wie die Betriebsdienste müssten sich auch die Autofahrer auf den Winter einstellen, forderte Webel. „Ich appelliere daher an alle Kraftfahrer, ihre Fahrzeuge unbedingt wintertauglich auszurüsten und ihr Fahrverhalten der jeweiligen Situation anzupassen“, betonte er. Vor allem Kurven, Anstiege und Strecken mit Gefälle verlangten im Winter nun mal eine höhere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise. Besondere Vorsicht sei auch auf Brücken und in schattigen Waldstrecken geboten, sagte der Verkehrsminister. Oft brächten bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge den gesamten Verkehr zum Stillstand. „Dann müssen unbedingt Fahrgassen für die Räumfahrzeuge freigehalten werden, damit rasch geräumt und gestreut werden kann“, betonte Webel.

 

„Die Mitarbeiter im Winterdienst sind hoch motiviert und tun alles, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien“, erklärte der Minister. Unmögliches könne aber niemand leisten. Trotz aller Anstrengungen der Betriebsdienste können die Autofahrer nicht immer und bei jeder Wetterlage optimale Straßenverhältnisse erwarten, bat Webel abschließend nochmals alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

 

Zu Ihrer Information:

Das Straßennetz in Sachsen-Anhalt umfasst derzeit insgesamt 11.252 Kilometer:

Bundesautobahnen (416 Kilometer Strecke + 208 Kilometer „Äste“ an Auf- und Abfahrten, 83 Kilometer in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die mit betreut werden)

Bundesstraßen (2.214 Kilometer)

Landesstraßen (3.995 Kilometer)

Kreisstraßen (4.336 Kilometer, davon werden 781 Kilometer durch das Land betreut)

 

Das Land ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen (mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau) zuständig. Dazu kommen die Kreisstraßen in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Jerichower Land und Wittenberg. Für die Beräumung des überwiegenden Teils der Kreis- und kommunalen Straßen dagegen sind die Landkreise und die jeweiligen Gemeinden selbst verantwortlich.

 

Schneezäune werden an  

27 Kilometer Bundesautobahnen, 55 Kilometer Bundesstraßen und 53 Kilometer Landesstraßen sowie 7 Kilometer Kreisstraßen aufgestellt.

 

In der zurückliegenden Winterdienstperiode 2014/2015 wurden auf den vier- bzw. sechsspurigen Autobahnen durchschnittlich etwa elf Tonnen Feuchtsalz je Kilometer Richtungsfahrbahn ausgebracht; auf Bundesstraßen waren es acht, auf Landesstraßen rund vier Tonnen je Fahrbahnkilometer. Ein besonderes Problem waren die häufig wechselnden Frost-Tauwetter-Frost-Perioden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Fritz-Walter Adam (Montag, 04 Januar 2016 21:15)

    Die Mädels und Jungs tun seit Jahren ihr Bestes. Aber keiner von den Regierenden in Magdeburg nimmt Notiz davon. Sie wollen die Zustände wie in Thüringen. Was das gebracht hat sieht man ja in den heutigen Nachrichten - Tote