Gedenken an Pogromnacht

Mit Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen erinnern Kirchengemeinden in Anhalt gemeinsam mit Kommunen und jüdischen Gemeinden an die Pogromnacht vor 77 Jahren. Am 9. November 1938 wurden unter Federführung der Nazi-Diktatur auch in Anhalt Juden getötet, verletzt und verschleppt, Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte und Einrichtungen verwüstet. In Bernburg findet um 16.00 Uhr ein Pogromgedenken auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge (Eingang Buschweg) statt. Redner ist der Bernburger stellv. Bürgermeister Paul Koller.


Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Alle meschugge? Jüdischer Witz und Humor“ in der Marienkirche zu besichtigen. Am Volkstrauertag, 15. November, ist der Israelitische Friedhof am Rößeberg von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Dort kann die sanierte Trauerhalle besichtigt werden, die an diesem Tag die von Reiner Krziskewitz erstellte Ausstellung „Postgeschichte des Heiligen Landes bis zur Gründung des Staates Israel“ enthalten wird.


Zu jeder vollen Stunde findet eine Friedhofsführung durch Joachim Grossert oder Reiner Krziskewitz statt. An diesem Tag werden auch der Landesrabbiner Benjamin Soussan und das Vorstandsmitglied des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Wadim Laiter den Friedhof besuchen.


Dessau, Wörlitz

 

In Dessau beginnt am 9. November um 14.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung an der Stele in der Askanischen Straße, gefolgt von einem Gebet an der Friedensglocke in der Zerbster Straße. In der Reihe „Lieder gegen das Vergessen“ schließt sich um 17.00 Uhr in der Marienkirche Dessau das Programm „Elias, Hanna, Hildegard und Ilse Hartbrodt - Erinnerungen an eine jüdische Familie aus der Mendelssohnstraße in Dessau“ an, die von Jugendlichen des Alternativen Jugendzentrums und dem Künstlerduo „Tonworte“ gestaltet wird.

 

In Wörlitz findet in Zusammenarbeit der Kirchengemeinde St. Petri, der Kommune und der Jüdischen Gemeinde um 17.00 Uhr eine Andacht am Denkmal Jüdischer Friedhof (Bergstückenweg) statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Kampf gegen Gleichgültigkeit“.

 

Zerbst, Harzgerode, Köthen

 

In Zerbst findet ein Pogromgedenken am Dienstag, 10. November, 15.00 Uhr an der Wolfsbrücke / Brüderstraße statt. In Harzgerode laden die Stadt, die Sekundarschule sowie die Kirchgemeinde Harzgerode am Montag, 9. November, um 15.00 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung am jüdischen Friedhof ein. In Köthen ist am gleichen Tag um 17.00 Uhr ein Gedenken am Ort der ehemaligen Synagoge in der Burgstraße geplant.

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