Bilanz des Berufsberatungsjahres 2014/2015

Im Beratungsjahr 2014/2015 (1. Oktober 2014 bis 30. September 2015) stellten sich insgesamt 1.400 Jugendliche für die Vermittlung in eine Ausbildungsstelle zur Verfügung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26 (2,7 Prozent) auf 999. Zum 30.9. blieben 98 Ausbildungsstellen unbesetzt, das sind 12 unbesetzte Stellen mehr als im Oktober 2014. Knapp 34 Prozent der 999 Berufsausbildungsstellen im Salzlandkreis wurden im verarbeitenden Gewerbe angeboten. Mit 21 Prozent finden sich an zweiter Stelle Lehrstellen für den Handel und jede zehnte Ausbildungsstelle wurden für den Bereich Erziehung/Unterricht angeboten. Thomas Holz ergänzt: „Das Ende des Beratungsjahres bedeutet nicht das Ende der Vermittlungsaktivitäten: Auch jetzt melden sich noch junge Menschen, die z.B. ihre Ausbildung oder eine weiterführende Schule abgebrochen oder keinen Studienplatz erhalten haben. Im Zuge der weiteren Nachvermittlung gehen daher die Bemühungen der Arbeitsagentur und der Kammern unvermindert weiter, noch offene Ausbildungsstellen zu besetzen und Jugendliche in Ausbildung zu vermitteln. Von Beginn der Ausbildung an können ausbildungsbegleitende Hilfen die Azubis und Arbeitgeber unterstützen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Sie wirken.“


Bewerber und Berufsausbildungsstellen nach Regionen

 

Während in Bernburg mit 53 unbesetzten Ausbildungsstellen zum Ende des Berichtsjahres, das entspricht einen Zuwachs von 18 Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr, die größte Anzahl noch nicht besetzter Ausbildungsstellen gemeldet sind, ist die geringste Anzahl von 6 unbesetzten Ausbildungsstellen in Schönebeck zu finden. Ebenfalls in Bernburg ist der größte Zuwachs von 27 gemeldeten Ausbildungsstellen im Berichtsjahr zu verzeichnen.

 

Bewerberseitig stellt sich die Situation anders dar. In Schönebeck ist der größte Rückgang von 12 gemeldeten Bewerbern gegenüber dem Berichtsjahr 2013/2014 zu verzeichnen. Staßfurt hat mit 27 Bewerbern den größten Zuwachs zu verzeichnen. Im Einzugsbereich Bernburg meldeten sich 6 Bewerber weniger und in Aschersleben blieb die Anzahl mit 260 Bewerbern unverändert gegenüber dem vorherigen Berufsberatungsjahr.

 

Im Vergleich im Salzlandkreis ist die größte Anzahl von 27 unversorgten Bewerbern in Schönebeck zu finden. In Aschersleben und in Staßfurt suchen nur noch einzelne Bewerber eine Ausbildungsstelle.

 

Geschäftstellenbereich Bernburg:

 

Von den 378 Berufsausbildungsstellen in Bernburg und Umgebung waren knapp 27 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe gemeldet. An zweiter Stelle findet sich mit 26 Prozent der Handel und 11 Prozent der Ausbildungsstellen wurden im Bereich Lager und Logistik angeboten.

 

Geschäftstellenbereich Schönebeck:

 

In Schönebeck und Umgebung war die Diskrepanz zwischen gemeldeten Bewerbern und Ausbildungsstellen im Salzlandkreis am größten. Mehr als die Hälfte der 225 Berufsausbildungsstellen gemeldeten Ausbildungsstellen wurden für das verarbeitende Gewerbe gemeldet. Mit knapp 20 Prozent Anteil an allen Lehrstellen findet sich der Handel an zweiter Stelle, gefolgt mit etwas mehr als 6 Prozent der Ausbildungsstellen vom Wirtschaftsbereich Unterricht und Erziehung.

 

Geschäftstellenbereich Staßfurt:

 

Staßfurt hat den größten Zugang an gemeldeten Bewerbern zu verzeichnen. Von den 259 Berufsausbildungsstellen in Staßfurt und Umgebung war fast jede dritte Ausbildungsstelle für das verarbeitende Gewerbe gemeldet. An zweiter Stelle findet sich mit 25 Prozent der Unterricht und Erziehung. Der Handel folgt mit einem Anteil von 15 Prozent.

 

Geschäftstellenbereich Aschersleben:

 

In Aschersleben und Umgebung meldeten sich genauso viele Bewerber wie im letzten Berufsausbildungsjahr. Wie in allen Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Bernburg, wurden auch in Aschersleben die meisten Ausbildungsplätze im verarbeitenden Gewerbe angeboten. Fast jede vierte Lehrstelle war in diesem Wirtschaftsbereich zu finden. Von den 137 Berufsausbildungsstellen in Aschersleben und Umgebung waren knapp 24 Prozent für den Handel gemeldet. Gefolgt mit knapp 14 Prozent der Ausbildungsstellen im Bereich Erziehung/Unterricht und wissenschaftl./technischen Dienstleistungen.

 

*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.

 

Bewerber/-innen nach Schulabschluss in den Berichtsjahren

 

Von den 1.400 gemeldeten Bewerbern waren 547 weiblich und 853 männlich. Mit 718 Bewerbern (51,2 Prozent) verfügt der größte Anteil der Bewerber über einen Realschulabschluss. Auf Platz zwei folgen im Salzlandkreis die Bewerber mit einem Hauptschulabschluss. Ihre Zahl lag bei 338, das entspricht 24,1 Prozent. Mit der Fachhochschulreife bewarben sich 61 Bewerber und mit Abitur bewarben sich 109 Bewerber, um einen Ausbildungsplatz. 126 Bewerber verfügten über keinen Schulabschluss, als sie sich als Bewerber der Ausbildungsvermittlung zur Verfügung stellten. Für 48 Bewerber lagen keine Angaben zum Schulabschluss vor.

 

Art des Verbleibs der gemeldeten Bewerber/-innen

 

Die beigefügte Grafik gibt eine Übersicht über den Verbleib der gemeldeten Bewerber/innen. Mit knapp 58,1 Prozent nimmt die ungeförderte Berufsausbildung den Hauptanteil ein, ähnlich wie im letzten Jahr.


* Knapp 68 Prozent der Jugendlichen haben eine duale betriebliche Ausbildung ist weiterhin der vorrangige Einstieg in den Beruf

 

 

 

* 9 Jugendliche mehr als im Vorjahr haben sich gemeldet, insgesamt 1.400 Bewerber um eine Ausbildungsstelle

 

 

 

* 45 unversorgte Bewerber, das sind 8 Jugendliche mehr gegenüber dem Vorjahr

 

 

 

* 999 gemeldete Ausbildungsstellen,26 mehr als im letzten Berichtsjahr 2013/2014

 

 

 

* 98 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt, das sind 12 mehr als im Vorjahr

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