Montag ziehen Flüchtlingsfamilien ins AMEOS Klinikum Bernburg

Am Montag den 16. November 2015 soll im Beisein der Justizministerin des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Angela Kolb, des Schirmherrn des Projektes, Minister a. D. Dr. Manfred Püchel sowie Vertretern des Finanz- und Innenministeriums die Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände des AMEOS Klinikums Bernburg offiziell in Betrieb genommen werden. Im leerstehenden ehemaligen Bettenhaus sollen kommende Woche 150 traumatisierte Flüchtlinge unterkommen und medizinisch versorgt werden.     

 

Vor allen sollen syrische Familien oder Mütter mit Ihren Kindern untergebracht werden. Das Land Sachsen-Anhalt reagiert mit kurzfristigen Erhöhung der vorhandenen Kapazitäten für Flüchtlingsunterkünfte auf den anhaltend hohen, möglicherweise auch noch weiter steigendem Zustrom von Flüchtlingen. Im August stieg die Zahl auf fast 2.500 Personen an, eine Abschwächung dieser Entwicklung ist nicht absehbar.

AMEOS macht sich stark für Familien mit Kindern sowie alleinstehende Mütter mit minderjährigen Kindern, die nicht länger in Zelten untergebracht werden können, vorrangig aus Syrien. Auf dem Gelände des AMEOS Klinikums Bernburg wurde ein bisher nicht genutztes Gebäude auf die Unterbringung von Flüchtlingen vorbereitet. Dort werden voraussichtlich in der zweiten Monatshälfte die ersten Flüchtlinge ankommen.

 

Die AMEOS Gruppe ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, das Land bei der Versorgung der Flüchtlinge zu unterstützen. „Das Versorgungsangebot des Krankenhauses für die Bevölkerung bleibt in vollem Umfang bestehen. Diese Situation ist eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, der wir uns stellen und die wir bestmöglich meistern werden.“ – Davon ist Dr. Marina Martini, Mitglied des Vorstandes der AMEOS Gruppe, überzeugt. „Uns sind das Wohl und die Bedürfnisse der Patienten, Anwohner, Mitarbeitenden und auch der Flüchtlinge wichtig.“, so Dr. Martini weiter.

 

Das Gebäude befindet sich am Rande des Krankenhausareals und bietet auf drei Etagen Unterkunft für maximal 150 Flüchtlinge. Sie sollen dort drei bis vier Wochen untergebracht werden, bis ihnen in einer Gemeinde eine Wohnung zugeteilt werden kann. Die Betreuung der Familien erfolgt durch Sozialarbeiter, verantwortlich dafür und für die generelle Koordination ist das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Vor ihrer Ankunft in Bernburg werden sie im Erstaufnahmelager in Halberstadt registriert und ärztlich versorgt. „Insbesondere vor dem anstehenden Winter ist die Bereitstellung einer warmen Unterkunft notwendig. Wir werden regelmäßig informieren. Der Zuspruch der Anwohner und Mitarbeitenden ist uns von Beginn an wichtig.“, so Torsten Jörres, Krankenhausdirektor des AMEOS Klinikums Bernburg.

 

Die Eröffnung des Hauses ist gemeinsam mit der Justizministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Angela Kolb, und dem Schirmherrn des Projektes, Herrn Minister a. D. Dr. Manfred Püchel geplant. Dazu wird das Klinikum gesondert informieren und einladen.

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Kommentare: 3
  • #1

    anwohner (Freitag, 13 November 2015 14:20)

    Es ist schon eigenartig wenn ein Herr Jörres davon spricht dass der Zuspruch der Anwohner wichtig ist.Bis zum heutigen Tag hat noch kein Verantwortlicher vom Ameos Klinikum noch vom Land oder der Stadt mit uns Anwohnern gesprochen, noch wurden wir informiert was für Flüchtlinge ankommen.Sogar den Termin 16.11.2015 haben wir nur aus der Presse erfahren.
    Was hier von Seiten der Ameos-Gruppe veröffentlicht wird ist einfach nur gelogen.
    Die Anwohner wurden in keinster Weise mit ins Boot genommen.
    Und die Medien lassen sich alles auftischen und veröffentlichen solchen Schwachsinn auch noch ohne einfach mal bei den Leuten zu hinterfragen.

  • #2

    Thomas Goebel-Weidner (Sonntag, 15 November 2015 15:57)

    Da kann ich dem Kommentar von Anwohner nur zu stimmen! Auch ich wohne in der Siedlung und kann nur sagen null information an die Anwohner noch wurden wir miteinbezogen. Dann eine Versammlung zur Mittagszeit?Wir arbeiten Ihr Herren von Ameos und ihr Politiker!!! Jede Informationsveranstaltung zur Gedundheit in der Klinik wird Wochen vorher in der Presse, auch die Mittwochszeitung und Super Sonntag bekannt gegeben. Da scheint es doch dass das so gewollt war aus Angst vor der eigenen Bevölkerung, da kann der Unmut und der Hass nur wachsen.

  • #3

    Bürger (Sonntag, 15 November 2015 20:26)

    Es ist eine Frechheit. Wird hier nur noch nach dem Wohl der Flüchtlinge geschaut u nicht mehr im Interesse und der Sicherheit der eigenen Leute?! Und hat niemand gefragt.