Verkehrsminister Webel: Kreisstraße bei Bernburg komplett fertig gestellt

Heute wurde in Peißen (Salzlandkreis) der Kreisverkehr „Krakauer Berg“ für den Verkehr freigegeben. Damit werde das Gesamtvorhaben zur Schaffung einer „Ausweichstrecke“ für die Landesstraße 50 nach einer Bauzeit von knapp zweieinhalb Jahren abgeschlossen, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel heute bei der Verkehrsfreigabe. Die Maßnahme sei erforderlich gewesen, nachdem die Landesstraße L 50 (ehemals B 71) nach einem Großtagebruch unpassierbar geworden war. „Die beteiligten Partner haben hier Großes geleistet, um das Verkehrsproblem so schnell wie möglich zu lösen“, betonte der Minister.

 

Nach Webels Worten sind insgesamt knapp fünfeinhalb Millionen Euro in das Vorhaben investiert worden. Davon hat das Land allein mehr als 3,7 Millionen Euro nach dem Entflechtungsgesetz beigesteuert.


Mit dem Geld wurde das südlich von Bernburg gesperrte Teilstück der L 50 durch eine Verbindungsstraße von Bernburg bis Peißen im Zuge von Kreisstraßen (K) durch den Neubau der so genannten Südspange / Abschnitt K 2107n sowie die Nutzung der ausgebauten K 2107 und die Ertüchtigung der K 2104 ersetzt und an die verkehrstechnischen Erfordernisse angepasst. Das Gesamtvorhaben ist in drei Bauabschnitten geplant und realisiert worden:

 

Ausführliche Informationen zum Gesamtvorhaben:

 

1. Bauabschnitt – Neubau der K 2107n („Südspange“): Der Abschnitt „Südspange“ / Abschnitt K 2107n umfasst den Bereich zwischen dem Ortsausgang Bernburg mit dem Ausschwenken aus der alten Trasse der L 50 bis zum Einschwenken der Trasse in das bereits ausgebaute Teilstück der K 2107. Die Strecke ist knapp 1,5 Kilometer lang. Aufgrund der zu erwartenden Verkehrsbelastung wurden neben der 6,50 Meter breiten Fahrbahn (Fahrstreifenbreite 3,00 m, Randstreifenbreite 0,25 m) beidseitig Bankette mit einer Breite von je 1,50 Metern angeordnet. Dieser Regelquerschnitt entspricht dem des bereits ausgebauten Teilstückes der K 2107 von Bernburg bis zur Kreuzung mit der K 2104.  Die Befestigung der Fahrbahn erfolgte mit Splittmastixasphalt. Die Entwässerung wurde über einen neu angeordneten Straßengraben realisiert, welcher an den bereits vorhandenen Graben entlang der K 2107 angebunden ist. Begonnen wurde die Baumaßnahme am 22.05.2013, beendet am 04.11.2013.

 

2. Bauabschnitt – Teilweiser Ausbau der K 2104, einschließlich Kreisverkehr in Peißen:

Die Maßnahme ist Teil einer Westumfahrung von der L 50 (Peißen) bis L 50 (Bernburg) und erstreckt sich vom Knoten Peißen (L 50 / K 2104) bis zum „Gnetscher Graben“, einschließlich der notwendigen Anbindungen. Dieser Bauabschnitt wurde teilweise (im Bereich des Knotens) als Gemeinschaftsmaßnahme von Salzlandkreis, Land (vertreten durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt), Stadt Bernburg (Saale) und Wasserzweckverband „Saale-Fuhne-Ziethe“ (WVS) durchgeführt. Die Beteiligten hatten mit Blick auf die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse vereinbart, die Kreuzung der L 50 mit der K 2104 in Peißen zum Kreisverkehrsplatz auszubauen. Baubeginn war hier am 10. Juni 2014.


 

3. Bauabschnitt – restlicher Ausbau der K 2104 vom „Gnetscher Graben“ bis zur K 2107, einschließlich Kreisverkehr:

 

Der dritte Bauabschnitt schließt direkt an den zweiten an und folgt dem vorhandenen Straßenverlauf bis zum Knoten K 2104/ K 2107 am „Kraukauer Berg“, der ebenfalls zum Kreisverkehr ausgebaut wurde.

 

Der ausgebaute Bereich der Bauabschnitte zwei und drei hat eine Länge von rund 2,3 Kilometern. Hinzu kommen „Äste“ von insgesamt 400 Metern. Die vorhandene Straßenbefestigung bestand aus unterschiedlichen Materialien und Aufbaustärken, die Breite lag knapp unter sechs Metern. Seitenräume waren unbefestigt. Längsgräben für die Entwässerung waren nur in einzelnen, kleineren Abschnitten vorhanden. Ziel war es, die Fahrbahn in einer den Zwangspunkten angepassten Knotenpunktform zu trassieren und entsprechend den Richtlinien und Regeln der Technik grundhaft auszubauen.

 

Die Fahrbahn ist nun durchweg sechs Meter breit und verfügt zusätzlich auf beiden Seiten über einen 25 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen. Die Befestigung der Fahrbahn erfolgte mit Splittmastixasphalt. Der Radweg entlang der K 2104 (einseitig im Zweirichtungsverkehr) ist auf der freien Strecke 2,50 Meter breit und verfügt in den Bereichen mit Hochborden über einen 75 Zentimeter breiten Sicherheitstreifen. Der Radweg wurde bis an bereits bestehende Anbindungen geführt. Der Gehweg wurde mit Betonsteinpflaster, der Radweg mit einer Asphalttragdeckschicht befestigt. Für die Entwässerung sorgt eine zwei Meter breite Mulde.


Im Anschluss wurde sich im Autohaus Feser & Wittig aufgewärtmt und gestärkt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Hoomer (Montag, 30 November 2015 16:34)

    Wegen so einen Scheiss jedesmal muß der Webel her, wo bleibt eigentlich der Dobrindt?, der hätte bestimmt auch Hunger und Durst!!!
    Jedesmal so ein Ententanz, kurze Info und auf damit, fertig!!!

  • #2

    Bewohner Peißen :-) (Montag, 30 November 2015 16:50)

    Heute morgen kurz nach 11.00 Uhr war von Peißen kommend nichts frei :-(
    Ich stand vor dem Schuld Durchgangsverkehr gesperrt und musste wenden. Zustand Straße bis zum Schild " mist dreckig" sorry bei dem Wetter und Baufahrzeugen kein Wunder, aber mal ehrlich, muss es zu einer Neueröffnung so aussehen?
    Enttäuscht also wieder die alte Umleitung über Roschwitz genommen...

  • #3

    Hoomer (Dienstag, 01 Dezember 2015 17:04)

    Antwort an Bewohner Peißen #2
    Das war wohl Pech, wie kann man auch da auch schon langfahren bevor der der "Verkehrsminister" da war. Außerdem hätte Sie das Absperrband sicher aufgehalten, denn das mußte ja erst mit einer Schere durchgeschnitten werden. :-)

  • #4

    Hoomer (Dienstag, 01 Dezember 2015 17:16)

    zu#2: Klar muß das so aussehen, der Dreck war extra verteilt worden damit eure Zwerge stecken bleiben und nicht bis zum Kreisverkehr kommen!