In drei Jahren rollt der Verkehr auf der „Nordharzautobahn“ bis zur A 9

Am Montag begannen die Bauarbeiten für den letzten Abschnitt der Bundesstraße (B) 6n bis zum Anschluss an die A 9. „Wenn diese Lücke in drei Jahren geschlossen ist, beträgt die Fahrzeit von Goslar in Niedersachen bis zur A 9 in Sachsen-Anhalt nur noch anderthalb Stunden“, sagte Landesverkehrsminister Thomas Webel Montag in Thurland (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), wo er gemeinsam mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, den symbolischen ersten Spatenstich gesetzt hat. Mit dem Baustart werde eine weitere wichtige Etappe beim Weiterbau eines der herausragenden Verkehrsprojekte Sachsen-Anhalts in Angriff genommen, betonte Webel. Anwohner und Verkehrsteilnehmer profitierten gleichermaßen davon, dass mittlerweile viele Orte entlang dieser wichtigen Verkehrsader vom Durchgangsverkehr entlastet, dabei aber immer besser an das überregionale Straßennetz angebunden wurden. „Die B 6n hat als bedeutende West-Ost-Querverbindung bereits enorm zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der umliegenden Regionen beigetragen“, fügte er hinzu.

Grafik des Bauabschnitts
Grafik des Bauabschnitts

Dobrindt: „Mit dem Lückenschluss schaffen wir eine leistungsfähige Bundesfernstraßenverbindung vom Harz bis zur A 9. Davon profitiert Sachsen-Anhalt. Die Mittel für den Bau des Projektes kommen aus der Modernisierungsoffensive im Straßenbau. Mit Infrastrukturprojekten wie diesem stärken wir das Wirtschaftswachstum, sichern Arbeitsplätze und sorgen für den Wohlstand von morgen.“

 

Nach Auskunft des Ministers werden mehr als 51 Millionen Euro Bundesmittel in den rund 15 Kilometer langen Abschnitt, beginnend an der B 183 südöstlich von Köthen bis zur neuen A 9-Anschlussstelle Thurland, investiert. Die Arbeiten beginnen an einem Brückenbauwerk über die A 9, wo die künftige Anschlussstelle Thurland entstehen wird. Neben dem eigentlichen Streckenbau werden insgesamt sieben Brücken errichtet sowie vier Knotenpunkte mit Kreis- und Landesstraßen gebaut.

 

Das klare Bekenntnis des Bundes zu diesem und anderen wichtigen Verkehrsprojekten im Lande mache deutlich, dass da, wo Baurecht besteht, auch gebaut werde, betonte Webel. „Manchen Unkenrufen zum Trotz ist die Finanzierung wichtiger Infrastrukturvorhaben, die für mehr Mobilität der Menschen und bessere Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sorgen, völlig unstrittig“, sagte der Verkehrsminister vor allem auch mit Blick auf den A 14-Lückenschluss durch die Altmark.

 


Einige Eckdaten zur B 6n insgesamt ; von Landesgrenze NI/ST bis zur A9

 

· Gesamtkosten: voraussichtlich rund 710 Millionen Euro

 · Gesamtlänge: rund 127 Kilometer

 · fertig gestellt: rund 112 Kilometer

 

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