LINKER Neujahrsempfang in Bernburg

 

Drei Wünsche in drei Minuten war in diesem Jahr die Vorgabe für die Reden auf dem Neujahrsempfang der LINKEN im Salzlandkreis. Da die Liste der anwesenden Abgeordneten durch Krankheit, Autopanne oder andere wichtige Termine dezimiert war, war für Birke Bull und Jan Korte etwas mehr Zeit drin. Beide wünschten den Anwesenden Gesundheit, Glück und Lebensfreude.

 

 

 

Humor und Gelassenheit in politischen Auseinandersetzungen sowie Respekt und Wertschätzung gegenüber Andersdenkenden war ein Wunsch, der der aktuellen Lage geschuldet ist. So verwies Jan Korte auf die Verrohung in der Sprache, die so vor einem Jahr noch undenkbar gewesen sei. Um dem entgegenzuwirken, brauche es eine breite Bewegung, die für unsere Grundwerte einstehe und sowohl dem Stammtisch, als auch zündelnden Politiker*innen die Grenzen aufzeige.

„Die Lage in den unterfinanzierten Kommunen war vor den Flüchtlingen katastrophal und sie ist mit den Flüchtlingen katastrophal“, widerlegte Jan Korte eine gern genutzte Kausalkette, die nicht richtiger wird, je öfter man sie wiederholt.

 

 

 

„Wir als LINKE dürften es nicht zulassen, dass die Schwachen gegen die Allerschwächsten ausgespielt werden. Dazu braucht es andere Mehrheiten im Land, um die wir in Sachsen-Anhalt gerade kämpfen. Wir wollen das Land gerechter, solidarischer und wohlhabender machen.“

 

 

 

Birke Bull wünschte sich darüber hinaus ein weltoffenes Land, in dem Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten Unsicherheiten abbauen. „Hingehen, ansprechen, ausfragen – aus Unsicherheit muss Neugier werden.“ Sie begrüßte besonders drei junge Menschen, die aus Syrien geflüchtet sind und nun im Salzlandkreis eine neue Heimat gefunden haben. Diese waren an dem Abend beliebte Gesprächspartner und mischten sich mit einem eigenen Redebeitrag, in dem sie sich für die herzliche Aufnahme im Staßfurter Ortsteil Neundorf bedankten, auch in die Diskussion ein.

 

 

 

Die Volkssolidarität Staßfurt erhielt im Rahmen des Empfangs noch eine Spende wegen ihres Engagements für Deutschkurse für Geflüchtete; danach war das Buffet eröffnet und an den Tischen kamen zahlreiche Vertreter*innen aus Vereinen, Verbänden, aus der Verwaltung und aus anderen Parteien miteinander ins Gespräch.

 

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