Kunst gegen Komasaufen

Copyright: George Doyle
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Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer und die DAK-Gesundheit die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau“ 2016 zur Alkoholprävention in Sachsen-Anhalt. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum siebten Mal statt.

 

Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: Auch 2014 kamen rund 23.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Sachsen-Anhalt waren es 443. Obwohl die Zahl der Betroffenen auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

 

(Copyright:George Doyle)

„Kinder und Jugendliche müssen lernen mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Steffi Steinicke, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei `bunt statt blau´: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“ Seit 2010 haben bundesweit mehr als 72.500 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

 

Marina Kermer: Jedes Kind mit Alkoholvergiftung ist eines zu viel

 

„Die Zahl der Alkoholvergiftungen bei Kindern stagniert in Sachsen-Anhalt. Leider erkennen dennoch einige Kinder und Jugendliche die Gefahren, die das sogenannte "Komasaufen" mit sich bringen, immer noch nicht.", sagt Marina Kermer. „Das Thema ist damit nach wie vor brisant. Jedes Kind und jeder Jugendliche mit Alkoholvergiftung ist eines beziehungsweise einer zu viel. Die DAK-Kampagne `bunt statt blau´ muss unbedingt weitergeführt werden. Junge Menschen setzen sich mit dem "Komasaufen" und den Folgen intensiv auseinander und gestalten malerisch auch in diesem Jahr, dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken. Weil mir als Gesundheitspolitikerin und Mutter das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen sehr am Herzen liegt, ist es mir eine besondere Ehre, in diesem Jahr bei der DAK-Kampagne 'bunt statt blau" die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen", bedankt sich SPD-Bundestagsabgeordnete Marina Kermer.

 

Studie: Schüler bewerten Wettbewerb positiv

 

Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

 

Band „Luxuslärm“ kündigt neuen Song zum „Komasaufen“ an

 

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler sitzt die Band „Luxuslärm“ erneut in der Bundesjury, die nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger „bunt statt blau“ 2016 wählt. „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein und sind gespannt auf die Ideen“, betonen die Musiker. Die Band kündigt für ihr neues Studioalbum „Fallen und Fliegen“, das im Frühjahr erscheint, ein eigenes Lied zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an: „Es wird den Song `Federleicht´ geben, zu dem uns die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema `Komasaufen´ inspiriert hat.“

 

Neu für 2016: Making-of Video

 

„In diesem Jahr wollen wir noch mehr über die Bilder unserer Teilnehmer erfahren“, beschreibt DAK-Landeschefin Steffi Steinicke die neue Idee ein Making-of Video zum Bild zu drehen. Was ist die Idee hinter dem Bild? Wie ist die Idee entstanden? Wurde in der Schule oder mit Freunden das Thema Komasaufen diskutiert oder dieses sogar im Unterricht behandelt? Das fertige Video von maximal drei Minuten kann direkt bei YouTube hochgeladen werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zum Making-of Video gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

 

Auszeichnung für „bunt statt blau“

 

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

 

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