Grundlegende Erneuerung der Schleusen Bernburg und Alsleben

1938 offiziell in Betrieb genommen, für 2017 sind in Bernburg umfangreiche Sanierungsmaßnahmen geplant, neben neuen Schleusentoren wird auch die Brücke sowie die Spundwände des oberen Vorhafen ausgewechselt.


Im kommenden Jahr sollen dringend erforderliche und umfangreiche Sanierungen an den Schleusen in Bernburg und Alsleben vorgenommen werden. Fast 80 Jahre sind die Schleusen in Betrieb, Rost an den 38 t schweren Toren und den Spundwänden des oberen Vorhafens erfordern Handlungsbarf. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Sanierungen, die Kosten trägt der Bund. Auch die 1938 erbaute kleinste Eisenbrücke, die 16 m lange und 4,20 m breite Verbindungsbrücke von der Fischergasse hinüber zur Saaleinsel wird durch einen Neubau ersetzt. Wie in Bernburg werden auch in Alsleben die 12 m breiten und 8 m hohen Schleusentore komplett demontiert und durch neue Tore ersetzt. Der genaue Zeitplan steht derzeit noch nicht fest.

 

Alle sechs Jahre findet turnusmäßig eine Bauwerksprüfung der Schleusenanlagen statt. Dazu zählen nicht nur Schleusentore, sondern auch die mit 105 m länge und 20 m breite Schleusenkammer sowie die Ein- und Ausfahrt der Schleuse. Die letzte Bauwerksprüfung fand im Jahr 2012 statt. Hier wurden auch die Dammbalkennischen an den Schleusentoren untersucht und von groben Ablagerungen im Bereich der Revisionsverschlüsse gesäubert. Nach der Trockenlegung der Schleuse erfolgte die beton- und stahlbautechnische Prüfung der Nischen und der kompletten Schleusenkammersohle.

 

Am 10. September 1938 wurde die neue Schleuse in Bernburg offiziell in Betrieb genommen. Die Abbrucharbeiten zur Vorbereitung des Baues der Großschleuse in Bernburg wurden im Januar 1934 begonnen. Damals vielen die ganzen Häuser an der Saaleseite, insgesamt waren durch den Abbruch der Häuser 30 Familien betroffen, die neue Wohnungen erhielten.

 

Beim Bau der Mündung des oberen Vorhafens fand man am 09.11.1934 beim dem herausnehmen des letzten Teiles des Abschlussdammes eine riesige Steinmauer von 30 m Länge und rund 8 m Breite. Wahrscheinlich bildete sie früher einmal ein Wehr.

 

Am 22.03.1935 wurde der erste Rammschlag des eigentlichen Schleusenneubau gefeiert. Das Erdreich aus dem Bau der Schleuse wurde auf der Töpferwiese aufgeschüttet. 1936 kam der Neubau aufgrund neuer Baupläne zur Schleuse zum Erliegen, denn man kam darauf, dass der Bau einer weiteren Schleuse in Nienburg nicht nötig wäre, wenn die Sohle der neuen Bernburger Schleuse entsprechend tiefer liegen würde, und so wurde die Sohle der Bernburger Schleuse um etwa 1 m tiefer ausgehoben.

 

Am 22.11.1937 begann ein neues Buddeln auf der Insel zwischen alter und neuer Schleuse. Das Wohnhaus für den Schleusenmeister und das Doppelwohnhaus für die künftigen Schleusengehilfen sollen hier errichtet werden. Die Ausschachtungen gerieten durch die gefürchteten alten Fundamente der Eisengießerei ins Stocken."

 

Die neue Schleuse braucht nur eine knappe halbe Stunde, also weniger Zeit für mehr als den doppelten Raum wie die alte Schleuse. Am 10.09.1938 wurde schließlich die neue Schleuse in Betrieb genommen.


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