Bernburg: Seit 25 Jahren wieder in der Solvay-Gruppe

„Seit 25 Jahren wieder in der Solvay-Gruppe“ – das feiert das Bernburger Solvay-Werk mit der Belegschaft im Kurhaus. Mit der Rückübernahme 1991 bekamen die Mitarbeiter damals einen Solvay-Vertrag. 236 von ihnen sind heute noch beim Unternehmen und haben jetzt ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.


„Der 1. September 1991 war ein Wendepunkt in der 133-jährigen Geschichte des Chemiestandorts Bernburg. Vor 25 Jahren kehrte das Werk wieder in die Solvay-Gruppe zurück“, unterstrich der Bernburger Werkleiter Patrick Sivry in seiner Rede bei der Jubiläumsfeier im Bernburger Kurhaus. „Es kehrten Zuversicht und Aufbruchsstimmung ein. Doch Motor des Erfolgs waren die Mitarbeiter. 236 von ihnen sind heute noch bei uns und feiern ihr 25-jähriges Jubiläum.“ Damit alle Mitarbeiter aus den Schichtbetrieben teilnehmen und mit den Jubilaren feiern können, gibt es zwei Feste im Kurhaus – am 3. und am 10. September. Aufgrund des besonderen Anlasses kamen neben dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der SOLVAY GmbH, Dr. Andreas Meier, und dem Geschäftsführer der SOLVAY GmbH, Dr. Axel Tegge, auch der Sekretär des europäischen Betriebsrats und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Albert Kruft, sowie der Landrat Markus Bauer und Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze.

 

Solvay investierte in den vergangenen 25 Jahren mehr als 600 Mio. in den Standort: Anlagen wurden umfassend modernisiert, neue Produktionsanlagen gebaut – wie die Wasserstoffperoxid- und Phosphorsäureanlage, das Industriekraftwerk und das mehrheitlich zur Tönsmeier-Gruppe gehörende Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk –, Firmen im Industriepark angesiedelt, umfassende Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Anlagen- sowie zur Arbeitssicherheit eingeführt. „Und wir werden die Erfolgsgeschichte fortführen“, so Werkleiter Sivry. „Wir werden mit Exzellenz-Programmen, mit qualifizierten Fachkräften und mit weiteren Investitionen in moderne und effiziente Verfahren unsere Produktionen stetig verbessern und so dem sich verändernden Wettbewerb die Stirn bieten.“

Seit 133 Jahren Soda-Produktion in Bernburg

1880 beantragte der belgische Erfinder und Industrielle Ernest Solvay eine Konzession für eine Soda-Fabrik in Bernburg. 1883 ging sie an den Start. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges vereinigte Solvay 82 Prozent der deutschen Soda-Produktion auf sich; einen beträchtlichen Anteil daran hatte der Standort Bernburg. 1939 wurde das Werk unter NS-Aufsicht gestellt und ein Jahr später unter NS-Zwangsverwaltung. Nach Ende des Krieges wurde die Sodaproduktion 1952 als „Volkseigener Betrieb“ (VEB) der DDR wieder aufgenommen. 1991 schließlich wurde das Werk Bernburg wieder in die Solvay-Gruppe eingegliedert. Seitdem ist der Standort für mehr als 600 Mio. Euro umfassend modernisiert und erweitert worden.

 

Heute stellt Solvay im Bernburger Werk neben den hochwertigen Grundstoffen Soda und Natriumbicarbonat auch hochreine Phosphorsäure und Wasserstoffperoxid her. Bei diesen Produkten zählt Solvay zu den Marktführern. Rund 400 Mitarbeiter – einschließlich der mehr als 40 Auszubildenden – sind am Standort in unterschiedlichsten Berufen tätig. Sie tragen täglich zum Erfolg der weltweit agierenden Solvay-Gruppe bei. Arbeits- und Anlagensicherheit sowie Umweltschutz haben dabei höchste Priorität. Mit Hilfe von Schulungen und Initiativen will Solvay das selbst gesteckte Ziel „Null Unfälle” erreichen.


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