Luther: Der Kopf der Reformation erstmals in drei Dimensionen dargestellt

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Noch nie blickte uns Martin Luther so lebensnah an wie in dieser Animation.


In einer 3D-Animation rekonstruierte die Hallenser Firma MotionWorks auf die Idee des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) hin den Kopf Martin Luthers. Damit startet das Reformationsjubiläum mit einem echten Hingucker. Ausgangspunkt war die Wittenberger Kopie der in der Marktkirche in Halle aufbewahrte Totenmaske Luthers. Wenngleich nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden kann, ob sie von Luther stammt, so ergibt das Morphing mit den Altersbildnissen Cranachs des Älteren und anderen Künstlern eine erstaunliche Übereinstimmung. „Deswegen wagten wir diesen Versuch“, so Prof. Harald Meller vom Landesamt. „Verschiedene Wissenschaftler trugen dabei ihr Wissen zusammen, selbst den renommierten Gerichtsmediziner Prof. Dr. Manfred Kleiber haben wir einbezogen“, schilderte er die Arbeit eindrucksvoll.

Kulturminister Rainer Robra hob in seiner Rede anlässlich der Präsentation das exklusive kulturelle Erbe hervor, über welches Sachsen-Anhalt mit seinen authentischen Lutherstätten verfüge. „Sachsen-Anhalt ist das Ursprungsland der Reformation, in Eisleben erblickte Luther das Licht der Welt und dort starb er auch. In Wittenberg befinden sich die zentralen Gedenkorte der Reformation. Insgesamt gibt es im Land noch 60 weitere Orte in 35 Städten und Gemeinden, an denen sich Luther aufhielt oder die auf andere Weise mit dem Reformator verbunden sind“, sagte Robra. Das lasse sich das Land einiges kosten: So investiere man bis Ende 2017 rund 80 Millionen Euro in den Erhalt der Bausubstanz, in Projektvorhaben und in die touristische Infrastruktur. „Augusteum und die Schlosskirche Wittenberg sind dabei die größten Bauvorhaben. Für beide ist die Fertigstellung in diesem Jahr geplant“, ergänzte er.

 

Im Rahmen des Lutherjahrs 2017 finden unter dem Motto „Here I stand“ mit Unterstützung des Auswärtigen Amts drei Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta statt. Die Federführung hat hierbei das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, die meisten Exponate kommen ebenfalls aus dem Ursprungsland der Reformation.



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