Verbesserte Vorsorge für Kinder im Salzlandkreis

Foto: DAK / Wigger
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Bei U1 bis U9 wird es Verbesserungen bei den Untersuchungen zur Entwicklung der Sprache, der Fein- und Grobmotorik sowie der Sehleistung geben. Außerdem können Neugeborene künftig an einer Reihenuntersuchung auf Mukoviszidose teilnehmen.


Für die Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern von der Geburt bis zum Ende des sechsten Lebensjahres gelten in Zukunft neue Regeln. Bei U1 bis U9 wird es Verbesserungen bei den Untersuchungen zur Entwicklung der Sprache, der Fein- und Grobmotorik sowie der Sehleistung geben. Das Gelbe Heft, in das alle Untersuchungsergebnisse hineinkommen, wurde dazu vollständig überarbeitet. Außerdem können Neugeborene künftig an einer Reihenuntersuchung auf Mukoviszidose teilnehmen.

 

Kinderärzte und Krankenkassen haben die neuen Regeln für die Vorsorgeuntersuchungen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erarbeitet. „Die Anpassung des Gelben Heftes war dringend notwendig“, sagt Andreas Umlauf, Chef der DAK-Gesundheit im Salzlandkreis. „Seit 1971 wurde es zwar mehrfach durch neue Leistungen wie das Neugeborenen-Hörscreening oder auch die U7a ergänzt, aber nie komplett überarbeitet. Jetzt ist es auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand.“

 

Eltern bekommen für Neugeborene das neue Gelbe Heft direkt in der Entbindungsklinik oder bei ihrer Hebamme. Jüngere Kinder erhalten bis zur U6 das neue Heft zusätzlich zu ihrem alten vom Kinderarzt. Für ältere Kinder werden keine neuen Hefte ausgegeben: Ab der U7 dokumentiert der Kinderarzt die Ergebnisse zu den neuen Untersuchungen auf Einlegeblättern.

 

„Praktisch sind die Teilnahmekarten, die es neu zum Gelben Heft gibt“, so Umlauf. Auf den Karten bestätigt die Kinderarztpraxis die Vorsorgeuntersuchung. „Die Eltern können damit bei entsprechenden Stellen einfach belegen, dass sie das Früherkennungsangebot für ihr Kind nutzen, ohne die vertraulichen Informationen des Gelben Heftes weitergeben zu müssen.“

 

Das neue Mukoviszidose-Screening wird nach umfassender Aufklärung und ausdrücklicher Einwilligung der Eltern erfolgen. Es soll helfen, die seltene Erbkrankheit früher zu entdecken. „Von 3.300 Babys ist ungefähr eines betroffen, so Umlauf. „Je schneller es die passenden Therapien bekommt, desto besser.“ Bei Mukoviszidose produziert der Körper zähflüssige Sekrete, die die Funktionsfähigkeit einzelner Organe, insbesondere der Lunge, schädigen können. Die Untersuchung auf Mukoviszidose soll – genau wie die übrigen Maßnahmen aus dem überarbeiteten Vorsorgeprogramm – 2017 bundesweit Kassenleistung sein.

 

Informationen zur Kindervorsorge gibt es im Internet unter www.dak.de/kindervorsorge oder im DAK-Servicezentrum Aschersleben, Bernburg und Staßfurt.


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