Anhalter bei Masern am impffreudigsten

Foto: DAK-Gesundheit
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DAK-Gesundheit: Anhalter bei Masern am impffreudigsten, bundesweit höchste Impfquote und wenig Erkrankte


85 Prozent der Kinder in Sachsen-Anhalt haben nach dem ersten Lebensjahr die von der Ständigen Impfkommission empfohlene Erstimpfung gegen Masern erhalten (Bund: 81,2). Damit sind nach aktuellen Zahlen des Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung vier von fünf Kindern gegen die gefährliche Infektionskrankheit geimpft. Das ist der höchste Wert bundesweit. Bei der zweiten Masernimpfung sinkt die Quote allerdings auf nur noch knapp 66 Prozent (Bund: 63,3). Seltener gegen die meldepflichtige Erkrankung geimpft sind Kinder in Bayern (77,5 Prozent) und in Baden-Württemberg (78,9 Prozent).

 

„Die hohe Impfquote gegen Masern in Sachsen-Anhalt spiegelt sich in der geringen Zahl der Erkrankungen wieder“, kommentiert Ramona Kann, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt. Aktuell meldet das Robert-Koch-Institut in Berlin (RKI) sieben Masernfälle bis Ende August. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden in Nordrhein-Westfalen 541 Erkrankte registriert. „Die Eltern in Sachsen-Anhalt haben erkannt, das Masern mehr als eine lästige und ungefährliche Kinderkrankheit ist“, lobt Kann. „Leider endet sie für manche noch immer tödlich.“ Während mehrerer Masernausbrüche in ganz Europa sind laut Weltgesundheitsorganisation im vergangenen Jahr 35 Menschen gestorben. Auch Erwachsene sollten ihren Impfstatus überprüfen lassen. Um die Infektionskrankheit auszurotten empfehlen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Impfquote von mindestens 95 Prozent. Die zweifache Impfung verhindere bei bis zu 99 Prozent der geimpften Kinder den Ausbruch einer Erkrankung und führe in der Regel zu lebenslanger Immunität.

 

Übersicht der bundesweiten Impfquoten bei Masern*



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