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Förderturm erstrahlt im neuen Glanz, Sanierung geht im Frühjahr weiter

Im Frühjahr 2018 beginnen dann die Arbeiten an der Süd- und Westfassade, die nicht vor dem Herbst abgeschlossen werden.


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Schon von weitem ist er sichtbar: der 80 Meter hohe weiße Turm mit der Aufschrift "Bernburger Salz" und dem Bergmannszeichen Schlägel und Eisen gehört zur Bernburger Silhouette wie der Turm des Schlosses über der Saale. Allerdings hat der Turm einen durchaus profanen Zweck: Er dient der Salzförderung des esco-Salzwerkes Bernburg, dessen wichtigste Verbindung in das ausgedehnte Bergwerk er ist.

 

Im Juni diesen Jahres wurde damit begonnen, die Fassade der Nordseite und Ostseite des markanten Gebäudes zu sanieren. Nach rund einem halben Jahr sind diese Arbeiten nun weitgehend fertig gestellt. Der aus dem Jahr 1966 stammende 80 Meter hohe Förderturm wurde letztmalig im Sommer 1992 überarbeitet und bedarf einer umfangreichen Sanierung.

 

Der "weiße Turm" in neuem Glanz die Bernburger begrüßt nun wieder die Gäste der Stadt mit 'Bernburger Salz' und dem traditionellen Zeichen der Bergleute.

 

Teufung der Schächte Bernburg und Gröna 1912

 

Nachdem 1911 die Bergbau-Unternehmen ("Gewerkschaften") "Bernburger Kaliwerke" und "Gröna" gegründet worden waren, schlug 1912 mit dem Beginn der Teufarbeiten für die Schächte Bernburg (März 1912) und Gröna (April 1912) die eigentliche Geburtsstunde des Werkes, das zunächst ausschließlich auf die Gewinnung von Kalisalzen ausgerichtet war. Bereits 1913 begann die Förderung des begehrten Rohstoffes und die Kalifabrik nahm ihren Betrieb auf.

 

Im Jahr 1921 wurde zusätzlich auch mit der Förderung von Steinsalz begonnen, von dem in der Bernburger Lagerstätte große Vorräte in besonders reiner Qualität vorhanden sind.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die 200 größten Industriebetriebe der Sowjetischen Besatzungszone durch die Sowjetische Militäradministration für Deutschland enteignet und in so genannten Sowjetischen Aktiengesellschaften zusammengeschlossen, so auch das Kali- und Steinsalzwerk in Bernburg.

 

Das Kaliwerk zur DDR-Zeiten

 

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war die gesamte Wirtschaftsentwicklung von verschiedenen Phasen der Verstaatlichung und schließlich der Bildung von Kombinaten und Zusammenfassung in Volkseigenen Betrieben (VEB) geprägt. Kali wurde zu einem der wichtigsten Exportgüter der DDR und zu einem wesentlichen Devisenbringer für den Staat.

 

Nach dem Neubau des Kaliwerkes Zielitz in den 1960er Jahren unweit von Bernburg wurde Anfang der 1970er Jahre das Kali- und Steinsalzwerk in Bernburg ausschließlich auf seine Funktion als leistungsfähiges Steinsalzwerk ausgerichtet. Ab 1974 wurde hier nur noch Steinsalz hergestellt, das den Bedarf der gesamten DDR decken und die sozialistischen Nachbarländer mit versorgen sollte.

 

Neue Ära mit der Maueröffnung

 

Die Wiedervereinigung bot der deutschen Kali- und Salzindustrie die einmalige Chance, gemeinsam eine neue Startposition im internationalen Wettbewerb einzunehmen. Im Zuge der Privatisierung der ostdeutschen Kaliindustrie (die neben Kali- auch Steinsalz produzierte) in den 1990er Jahren vereinigten die MDK - Mitteldeutsche Kali AG und die K+S Aktiengesellschaft (damals Kali und Salz GmbH) ihre Kali- und Steinsalzaktivitäten. Anfang 1994 wurden die Kali- und Steinsalzaktivitäten der Kali und Salz und der MDK in einer gemeinsamen, neuen Tochtergesellschaft gebündelt, an der auch die Treuhand beteiligt war. So kam der Standort Bernburg schließlich zur K+S Gruppe.

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