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Verzögerung bei der Fertigstellung des neuen Fähranleger

Der Fertigstellung des neuen Fährsteg in Bernburg muss noch warten, voraussichtlich zwischen Juli und August wird es soweit sein, dann entstehen auch eine neue Slipanlage für Wassertourismus und Parkplätze für Wohnmobile an der Töpferwiese sind geplant.


Mit dem neuen Fähranleger und einer Slipanlage werden die Sanierungsarbeiten des Saaleufer in Bernburg abgeschlossen. Der neue Fähranleger liegt nur wenige Meter stromaufwärts. Gründe für die Erneuerung war der Unmut von Anwohnern über die Lärmbelästigung des Fährbetriebes, aber auch die Tatsache, das der bisherige Steg in die Jahre gekommen und das Hochwasser 2013 sein übriges tat.

 

Vor wenigen Tagen wurden die Dalben des neuen Fähranleger in den Saale Grund gebracht. Das bot sich an, da das Wasser- und Schifffahrtsamt seit geraumer Zeit Baggerschiffe im Bereich zwischen Bernburg und Calbe im Einsatz hat. Hier werden seit dem Spätsommer die Saale Böschungen instand gesetzt und der Flussgrund von Geschiebe befreit oder, wie am Saale Wehr, Ausspülungen im Flussbett aufgefüllt.

 

Slipanlage für Wassertourismus

 

Im Mai sollte der neue Fähranleger der Saalefähre "Einheit" in Betrieb gehen. Doch daraus wurde nichts, Gründe dafür lagen in der Beschaffung der Dalben und der Herstellung der Landlager. Nun liegt es an der Verbindung der Landlager zu den Dalben. Zunächste muss der Wasserstand dder Saale um rund 20 Zentimeter abgesenkt werden, um Halterungen an den Dalben anzuschweißen. Erst dann kann der Fährsteg montiert und anschließend durch das Wasser- und Schiffffahrtsamt abgenommen werden.

 

An Stelle des alten Anlegers auf der Schlossseite wird eine Slip-Anlage entstehen, welche gleichermaßen für den Wassertourismus, aber auch für die Wasserrettung benutzt werden kann. Das Geld für die komplette Sanierung der Ufermauern, welche bereits abgeschlossen ist, sowie für den neuen Fähranleger kommen zum großen Teil aus dem Fluthilfefonds. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 840.000 Euro.

 

Aber auch mit dem Camping- und Radtourismus soll es weiter gehen. Nachdem im April letzten Jahres der Bootverleih Bodetramp an der Töpferwiese eröffnete, bestehen bereits weitere Ideen zur Weiterentwicklung des Tourismus in der Saalestadt.

 

Wohnmobil Parkplätze an der Töpferwiese

 

So wird in Kürze eine Radstation in der Wachgasse fertig gestellt, ein neuer Fahrradverleih am Markt will sein Geschäft erweitern. Auch werden bei der Stadt Bernburg planungsrechtliche Vorraussetzungen für Verkehrsflächen mit besonderer Zweckbestimmung "Parkfläche Wohnmobile" an der Töpferweise voran getrieben. Sie bilden die Vorraussetzungen für eine Baugenehmigung mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss sowie befestigte Flächen, die Platz für zunächst 3 Wohnmobile schaffen könnten.

 

Vollsperrung Schleuse in Alsleben

 

1938 offiziell in Betrieb genommen, sind in diesem Jahr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der Schleuse Alsleben geplant. Schleusentore und Brücke sollen erneuert werden. Die Sperrung verzögert sich Aufgrund des Naturschutzes, da in unmittelbarer Umgebung ein Rot Milan brütet. Ab 16. Juli 2018 soll es schließlich mit den Bauarbeiten los gehen. Nach der Schleuse Calbe im letzten Jahr wird voraussichtlich die Schleuse Bernburg im kommenden Jahr folgen. So wie in Alsleben werden auch in Bernburg die 12 m breiten und 8 m hohen Schleusentore komplett demontiert und durch neue Tore ersetzt. Der genaue Zeitplan steht derzeit noch nicht fest.

 

Trockenlegung der Schleuse Bernburg

 

Allerdings ist die turnusmäßige Bauwerksprüfung in Bernburg, welche zuletzt 2012 statt fand, in diesem Jahr fällig, diese wurde nun auf Dezember 2018 verschoben. Dazu zählen nicht nur Schleusentore, sondern auch die mit 105 m länge und 20 m breite Schleusenkammer sowie die Ein- und Ausfahrt der Schleuse. Nach der Trockenlegung der Schleuse erfolgt die beton- und stahlbautechnische Prüfung der Nischen und der kompletten Schleusenkammersohle.

 

Der Sachsen-Anhalt-Tourismus boomt

 

Unser Bundesland ist bei Besuchern aus Deutschland und aller Welt beliebter denn je. Das rekordverdächtige Plus bei Gästeankünften und Übernachtungen im ersten Halbjahr 2017 ist ein deutlicher Fingerzeig für die Attraktivität des Reiselandes Sachsen-Anhalt und zugleich Bestätigung für unser Tourismusmarketing im Luther-Jahr 2017.“ Das sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann mit Blick auf die Tourismuszahlen für das erste Halbjahr 2017.



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