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Bernburger Schlossbärin "Bonny" eingeschläfert

Unser bisher das Bärengehege am Bernburger Schloss bewohnender Braunbär "Bonny" musste krankheitsbedingt am 13. August 2018 eingeschläfert werden.


Unser bisher das Bärengehege am Bernburger Schloss bewohnender Braunbär "Bonny" musste krankheitsbedingt am 13. August 2018 eingeschläfert werden. Seit ungefähr Jahresbeginn hatten sich bei der 28½jährigen Bärin vermehrt Probleme des Bewegungsapparats eingestellt, die umgehend durch Gabe von Schmerzmitteln behandelt wurden.

 

Während der letzten beiden Monate kam eine deutlich verminderte Futteraufnahme hinzu. In den letzten Tagen hatte "Bonny" nur noch sehr wenig gefressen und sichtbar an Kondition verloren.

 

Zur Abklärung des Krankheitsgeschehens erfolgte deshalb am Montag eine klinische Untersuchung unter Narkose. Die Ultraschalluntersuchung erhärtete den Verdacht einer zusätzlichen Magen-Darm-Erkrankung. Des weiteren wurden Veränderungen an Zähnen, Milz und Nieren festgestellt.

 

Da die Bärin an mehreren Organsystemen erkrankt war und keine Aussicht auf eine Verbesserung des Zustandes bestand, wurde sie von ihrem gesundheitlichen Leiden erlöst. Zur genaueren Klärung der Organerkrankungen ist eine veterinärpathologische Untersuchung eingeleitet worden.

 

"Bonny" war im Januar 1990 in einem Zwillingswurf im Bärengehege am Schloss Bernburg zu Welt gekommen und lebte dort seit der 1996 erfolgten Modernisierung und Erweiterung dieser Anlage. Aktuell befinden sich bis auf weiteres keine Bären im Gehege am Schloss mehr.

 

Die Wurfgeschwister "Benji" und "Bonny" waren als letzte Bären in dem von Tiergarten-Mitarbeitern betreuten Gehege am Schloss zur Welt gekommen. Während des von 1992 bis 1996 dauernden Umbaus der Bärenanlage lebten sie in einem Gehege des Tiergartens in Bernburg. Nach der Einweihung des aufwändig umgestalteten und vergrößerten Schloss-Geheges wurde dieses dann erneut von den beiden Bärengeschwistern bezogen. Das Weibchen "Bonny" wurde sterilisiert.

 

Gegenseitige Zuneigung verband die beiden Schlossbären eher nicht. Vielmehr tolerierten sie einander. Da geschlechtsreife Braunbären, von Müttern mit abhängigen Jungtieren abgesehen, in der Natur die meiste Zeit einzelgängerisch leben, war dies weder ungewöhnlich noch besorgniserregend. Gefüttert wurde immer an mehreren getrennten Stellen. Und "Bonny" als erste zum Futter zu lassen, genügte zur Streitvermeidung.



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