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Eduard Prinz von Anhalt zu Besuch in der Schlosskirche Nienburg


Der International bekannte Opernsänger Bastian Thomas Kohl gab in der Schlosskirche ein Benefizkonzert, zu Gast waren auch Eduard Prinz von Anhalt und Landrat Markus Bauer.


Am Samstag fand ein Benefizkonzertes zugunsten der geplanten Revitalisierung des Nienburger Schloß- und Klosterkomplexes statt, ausgerichtet von der Kulturstiftung Bernburg. Der International bekannte Opernsänger Bastian Thomas Kohl gab in der Schlosskirche ein Benefizkonzert, zu Gast waren auch Eduard Prinz von Anhalt und Landrat Markus Bauer.

 

Die zu erwartenden Projektkosten belaufen sich gegenwärtig auf etwa 18.000.000,00 EUR. 10 Prozent hiervon muss die Kommune trotz nachweislicher Haushaltsnotlage als Eigenanteil aufbringen. Der Erlös aus dem Konzert soll der geplanten Revitalisierung des Nienburger Schloß- und Klosterkomplexes zugutekommen.

 

Ausrichter des Benefizkonzertes war die Kulturstiftung Bernburg. Unterstützt wird sie von der Stadt Nienburg (Saale) und der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien. Sie alle sind interessiert daran, dem Schloß- und Klosterkomplex wieder Leben einzuhauchen. Dazu hat sich die Stadt Nienburg (Saale) am Projektaufruf des Bundes beteiligt, um Mittel aus dem Programm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus zu erhalten. Der Konzerterlös soll in den von der Stadt aufzubringenden Eigenanteil fließen.

 

Oberster Anspruch des Projektes zur Revitalisierung des Schloß- und Klosterkomplexes ist die nachhaltige Verbindung traditioneller und innovativer Architektur. Mit diesem Ansatz soll der wechselvollen Geschichte des über 1000 Jahre alten Gebäudeensembles, die in Mitteldeutschland ihresgleichen sucht, die ihr zustehende Beachtung geschenkt werden.

 

Einst zu Missionarszwecken im Harz gegründet, wurde die dortige Benediktinerabtei 975 nach Nienburg verlegt. In den Stand eines Reichsklosters erhoben, entwickelte sie sich zu einem der wohlhabendsten Klöster der Region. Trotz des späteren Verlustes der Reichsanbindung blieb das Nienburger Kloster immer ein Zentrum der Kultur, der Bildung und der Wirtschaft. Mit der Abtretung des Klosters an die anhaltinischen Fürsten begann seine Nutzung als Schloß und Witwensitz. Später wurde es an Industrielle verkauft, die es im ausgehenden 19. Jahrhundert zunächst als Reisstärke- und später als Malzfabrik nutzen. Erst mit dem Zerfall der DDR wurde der industriellen Nutzung ein Ende gesetzt, die Malzfabrik abgerissen. Erstmals, seit zwei Jahrhunderten, war nun der Blick in den historischen Klosterinnenhof für die Öffentlichkeit wieder möglich. Mit der Wiederherstellung des Schloßensembles würde dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Nienburg (Saale) ein identitätsstiftender Glanzpunkt zurückgegeben werden.

 

Neben dem stadtbildprägenden und dem kulturellen Aspekt besitzt der Komplex eine für ganz Sachsen-Anhalt bedeutsame Strahlkraft. Angestrebt ist eine nachhaltig ausgerichtete Mehrfachnutzung, die u. a. die Errichtung von Verwaltungs-, Lager- und Büroeinheiten vorsieht. Ein hochmodernes Wertgutarchiv soll wie eine Schatzkiste in den Schloßhof gestellt werden und mit der Anbindung an bereits vorhandene Hotspots (Leipzig-Halle, Magdeburg-Cochstedt) als Logistikknoten für Postdrohnen fungieren.



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