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Teilweise Trockenlegung der Schleuse Bernburg und Rothenburg

Schleuse Bernburg vom 14.10. - 07.11. und die Schleuse Rothenburg vom 22.10. - 14.11. gesperrt, erzählte der neue Außenbezirksleiter Friedrich Meyer von der Außenstelle Bernburg des WSA Magdeburg am Mittwoch.



Eigentlich schon ein Jahr überfällig, deshalb finden gleich an zwei Standorten die turnusmäßigen Bauwerksprüfungen der Schleusenanlagen statt. Deshalb ist die Schleuse Bernburg vom 14.10. - 07.11. und die Schleuse Rothenburg vom 22.10. - 14.11. gesperrt, erzählte der neue Außenbezirksleiter Friedrich Meyer von der Außenstelle Bernburg des WSA Magdeburg am Mittwoch. Alle sechs Jahre finden an Schleusen vorgeschriebene Bauwerksprüfungen statt, bei welcher die gesamte 105 m lange und 20 m breite Schleusenkammer sowie die Häupter handnah inspiziert werden, die letzte Bauwerksprüfung fand im Jahr 2012 statt. 

 

Dazu werden zunächst am Ober- und Unterhaupt vor und hinter den jeweiligen Schleusentoren bis zu drei Tonnen schwere Dammbalken mit einem Kran in die Nischen eingefädelt, welche als Revisionsverschluss dienen. Taucher sorgen am Schleusengrund für Passgenauigkeit, Füllmaterial aus Holzspänen und Erde dichten die Dammbalken nahezu wasserdicht ab. Dann werden die Häupter komplett leer gepumpt und trocken gelegt. Erst dann beginnt die beton- und stahlbautechnische Prüfung der Nischen und Schleusentore sowie der kompletten Schleusenkammersohle.

 


Einweihung der Schleuse am 10. September 1938

10. September 1938 wurde die neue Schleuse in Bernburg offiziell in Betrieb genommen. Die Abbrucharbeiten zur Vorbereitung des Baues der Großschleuse in Bernburg wurden im Januar 1934 begonnen. Damals vielen die ganzen Häuser an der Saaleseite, insgesamt waren durch den Abbruch der Häuser 30 Familien betroffen, die neue Wohnungen erhielten.

 

Beim Bau der Mündung des oberen Vorhafens fand man am 09.11.1934 beim dem herausnehmen des letzten Teiles des Abschlussdammes eine riesige Steinmauer von 30 m Länge und rund 8 m Breite. Wahrscheinlich bildete sie früher einmal ein Wehr.

 

Am 22.03.1935 wurde der erste Rammschlag des eigentlichen Schleusenneubau gefeiert. Das Erdreich aus dem Bau der Schleuse wurde auf der Töpferwiese aufgeschüttet.

1936 kam der Neubau aufgrund neuer Baupläne zur Schleuse zum Erliegen, denn man kam darauf, dass der Bau einer weiteren Schleuse in Nienburg nicht nötig wäre, wenn die Sohle der neuen Bernburger Schleuse entsprechend tiefer liegen würde, und so wurde die Sohle der Bernburger Schleuse um etwa 1 m tiefer ausgehoben.

 

Am 22.11.1937 begann ein neues Buddeln auf der Insel zwischen alter und neuer Schleuse. Das Wohnhaus für den Schleusenmeister und das Doppelwohnhaus für die künftigen Schleusengehilfen sollen hier errichtet werden. Die Ausschachtungen gerieten durch die gefürchteten alten Fundamente der Eisengießerei ins Stocken."

 

Die neue Schleuse braucht nur eine knappe halbe Stunde, also weniger Zeit für mehr als den doppelten Raum wie die alte Schleuse. Am 10.09.1938 wurde schließlich die neue Schleuse in Betrieb genommen.





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