· 

Potenzial der Bode kann jetzt genutzt werden

Archivfoto 2021: Salzlandkreis/Marko Jeschor
Archivfoto 2021: Salzlandkreis/Marko Jeschor

(v.l.n.r.) Nienburgs Bürgermeisterin Susan Falke, Wolmirslebens Bürgermeister Knut Kluczka, Bornes Bürgermeister Sven Rosomkiewicz, Landrat Markus Bauer, Staßfurts Oberbürgermeister Sven Wagner, Bördeaues Bürgermeister Peter Fries, Flussbereichsleiter Dr. Christoph Ertlund Börde-Hakels Bürgermeister Axel Großheim


Der naturnahe Bode-Tourismus kann starten, die dafür notwendigen neuen Bootsanlegestellen entlang der Bode konnten mit knapp 840 000 Euro Fördermittel von Land und Bund aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gebaut werden. Die erste der insgesamt acht Anlegestellen soll kommende Woche eingeweiht werden. 

 

An den  Standorten Etgersleben, Wolmirsleben, Unseburg, Löderburg, Staßfurt, Hohenerxleben, Löbnitz und Nienburg sollen die Bode-Bootsanleger entstehen. Sie ergänzen die Kanuausstiege an den Wehren in Rothenförde und Staßfurt, die vom dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft gebaut worden waren.

 

Künftig soll die Bode in der Tourismusroute Blaues Band eine deutliche Rolle einnehmen und zur Vermarktung der Region im Sinne eines naturnahen, sanften, aber aktiven Tourismus beitragen. „Wir machen Wasserwanderern neue Angebote“, fasst Landrat Markus Bauer den Projektinhalt zusammen, „verknüpfen sie mit Wegen der Radwanderer und anderer Erholungssuchender oder auch Kulturinteressierten. Wer Ruhe sucht und kleine Herausforderungen nicht scheut, kann die Flusslandschaft und ihre reizvolle Umgebung neu entdecken“, wirbt der Landrat für die heimatliche Region.

 

Jeder Euro zur Tourismusförderung stärke gleichzeitig die örtliche Wirtschaft, so seine Überlegung. Die neue touristische Infrastruktur trägt seiner Ansicht nach zur Wertschöpfung in den Gastbetrieben bei, zur Belebung der Orte insgesamt. Und dies sei gerade in der aktuellen Situation der Pandemie-Nachwirkungen ein wichtiges Zeichen. Mehr als nur Nebeneffekt ist der Schutz des Ufers vor „wildem“ Anlegen, wie es sonst passiert. Alle Standorte wurden nah zu Zufahrtsstraßen und -wegen geplant, so dass sie verschiedene Möglichkeiten für Start und Ziel einer Kanufahrt eröffnen, was auch für die Kanuverleiher in der Region wichtig ist.

 

Boris Funda vom gleichnamigen Bootsverleih aus Bernburg: „Damit fahren Wasserwanderer nicht mehr nur durch den Salzlandkreis, sie können auch bequem aussteigen.“ Er ist überzeugt, dass sich die Investition lohnt. „Neben Fahrradtouren boomt seit Jahren der Tourismus auf dem Wasser. Viele entdecken gerade ihre Heimat als Urlaubsziel. Die Bode bietet nicht nur im Harz zwischen Treseburg und Thale eine schöne Möglichkeit, sich zu erholen.“

 

Hintergrund: Vor der Antragsbewilligung standen umfangreiche Vorbereitungen für die Kreisverwaltung. Mit den Gemeinden wurden Vereinbarungen geschlossen, die die Nutzung der gemeindeeigenen Grundstücke regeln und die Kostenbeteiligung. Für die erforderlichen, ersten  Planungsleistungen war der Salzlandkreis in Vorleistung gegangen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0