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Regierungsgebäude auf dem Markt der Talstadt Bernburg erstrahlt in neuem Glanz

Nach mehrjähriger Sanierung erstrahlt das historische Regierungsgebäude auf dem Markt in der Bernburger Talstadt in neuem Glanz.

Bernburg, 23. Juni 2025 – Nach mehrjähriger Sanierung erstrahlt das historische Regierungsgebäude auf dem Markt in der Bernburger Talstadt in neuem Glanz. In der vergangenen Woche wurde die schützende Rüstung entfernt – die restaurierte Fassade und der frische Farbanstrich lassen den barocken Charme des 1745 errichteten Bauwerks wieder voll zur Geltung kommen.

Grund für die umfassende Sanierung waren erhebliche bauliche Mängel: Der marode Dachstuhl musste vollständig rückgebaut und ersetzt werden. Dafür wurde ein rund sieben Meter hohes Schutzdach installiert, unter dem zunächst neue Stahlbetondecken eingezogen und anschließend ein neuer Dachstuhl samt Dacheindeckung errichtet wurden. Seit 2019 investierte die Stadt Bernburg rund 1,72 Millionen Euro in den Erhalt und die Modernisierung des Baudenkmals.

Bereits Mitte der 2000er-Jahre hatte die Bernburger Wohnstätten GmbH das Gebäude mit dem Ziel übernommen, es einer neuen Nutzung zuzuführen. Mit Erfolg: Seit Jahresbeginn nutzt ein Pharmaunternehmen die beiden Obergeschosse, eine Allgemeinärztin wird künftig im ersten Obergeschoss praktizieren. Für das rund 160 Quadratmeter große Erdgeschoss wird weiterhin ein medizinischer Mieter gesucht. Neben einem weiteren Arzt wären auch medizinische Dienstleistungen eine willkommene Ergänzung.

Ein geschichtsträchtiger Ort im Wandel

Das Regierungsgebäude wurde 1745 als Verwaltungssitz des Fürstentums Anhalt-Bernburg sowie als Landesarchiv und -bibliothek erbaut. Im 19. Jahrhundert diente es unter anderem als Stadtgericht, Postamt und Forstinspektion. Ab 1985 wurde es als Ärztehaus und Verwaltungsgebäude genutzt. Bis 2016 war es weitgehend gewerblich belegt, zuletzt mit mehreren Arztpraxen.

Trotz seiner imposanten äußeren Erscheinung offenbart das Gebäude im Innern noch immer zahlreiche historische Details, wie massive ein Meter starke Wände und ein repräsentatives Treppenhaus. Der Wandel des Hauses zeigt eindrucksvoll, wie Denkmalpflege und moderne Nutzung Hand in Hand gehen können.

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