ALSLEBEN/AS. Ein Heptichon von Stephanie Hadrath ist seit Sonntag in der Stadtkirche Alsleben zu sehen. Das Altarbild ist von der
Wahlbernburgerin und Kunstlehrerin am Campus Technicus Bernburg extra für die Alslebener Kirche angefertigt worden. Es besteht aus sieben
Teilen, auf denen die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte dargestellt werden.
Rita Swillus, Vorsitzende der Kirchengemeinde, sieht in der Schöpfungsgeschichte weniger eine Erklärung als ein Vermächtnis, mit der Erde verantwortungsvoll umzugehen.
Sie schlug damit den Bogen von der biblischen Geschichte zur Gegenwart, die sich mit der aktuellen Situation der Erde beschäftigt.
Auf die Idee für das Werk kam Stephanie Hadrath, als sie von der Geschichte der Kirche und deren Nutzung als Begegnungszentrum erfuhr. "Es gibt hier Menschen, die sich
für den Erhalt eines historischen Bauwerks und damit von Kultur einsetzen. Und das alles ehrenamtlich", sagt die gebürtige Argentinierin.
So nahm sie das Werk in Angriff. Die Idee hatte sie schnell im Kopf und nach gut drei Wochen künstlerischer Schöpfung war das Bild fertig. Dabei achtete die Künstlerin
darauf, möglichst regionale Einflüsse zu berücksichtigen. So sind zum Beispiel ausschließlich einheimische Baumarten zusehen.
Das Bild kann jeden Sonntag ab 15 Uhr besichtigt werden. Dabei kann man mit den Mitgliedern der Kirchengemeinde bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen und sich über
das Vorhaben "Sanierung des Kirchendaches" informieren. Hierfür werden noch Spenden gesammelt. Nach einem Brand war die Kirche 50 Jahre lang nicht genutzt worden. Vor
einigen Jahren nahm die Kirchengemeinde sich vor, nach und nach die Kirche zu sanieren. Eine Glocke und Arbeiten am Glockenturm sind schon erfolgt. Nun steht das Dach
an. Gut eine halbe Million Euro werden hierfür veranschlagt.
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