
Bernburg, 13. Oktober 2025 – Die Bernburger Freizeit GmbH (BFG) steht kurz vor einem historischen Schritt: Mit der neuen Elektrofähre soll die seit fast 50 Jahren im Einsatz befindliche Diesel-Fähre „Einheit“ abgelöst werden. Doch statt auf der Saale zu gleiten, liegt das moderne, emissionsfreie Schiff weiterhin in Havelberg – ausgebremst durch eine Reihe teils skurriler behördlicher Anforderungen.
🚧 Genehmigungsdschungel statt grüner Fortschritt
„Einige Forderungen wirken auf uns ehrlich gesagt skurril“, erklärt BFG-Geschäftsführer Thomas Gruschka. Die Liste der Auflagen reicht von der detaillierten Ausgestaltung des Fähranlegers über zusätzliche Nachweise zum Naturschutz bis hin zu technischen Anpassungen, die laut BFG bereits erfüllt sind. Auch der extrem niedrige Wasserstand der Saale hat die geplante Überführung im Sommer verhindert.
Ob die Überfahrt von der Kiebitzberg-Schiffswerft im Landkreis Stendal noch in diesem Jahr gelingt, ist ungewiss. Die BFG arbeitet dennoch entschlossen daran, alle offenen Punkte abzuarbeiten – Schritt für Schritt.
🌱 Nachhaltige Mobilität als Ziel
Die neue Elektrofähre steht für einen zukunftsweisenden Wandel im innerstädtischen Verkehr. Sie wurde speziell für den vollelektrischen Betrieb konzipiert und soll künftig emissionsfrei zwischen den Saaleufern pendeln. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Reduktion lokaler CO₂-Emissionen und zur Stärkung des Naherholungsraums „Krumbholz“.
„Wir wollen ein Zeichen für nachhaltige Mobilität setzen und gleichzeitig ein Stück Bernburger Identität bewahren“, betont Gruschka.
📅 Frühjahrsziel bleibt bestehen
Trotz aller Verzögerungen hält die BFG am Zeitplan fest: Spätestens im Frühjahr 2026 soll die neue Fähre ihren Betrieb aufnehmen und die betagte „Einheit“ ablösen. Die Bevölkerung darf sich auf ein modernes, leises und umweltfreundliches Verkehrsmittel freuen – sobald die Behörden grünes Licht geben.
