
Anlässlich des „Internationalen Hochschultages“ am 8. Oktober 2025 verlieh die Hochschule Anhalt den DAAD-Preis 2025 an Halyna Huzenko, Studentin am Fachbereich Informatik und Sprachen. Mit der Auszeichnung, die mit 1.000 Euro dotiert ist, würdigt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) internationale Studierende an deutschen Hochschulen, die sich durch herausragende akademische Leistungen und besonderes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan haben.
Halyna Huzenko begann ihr Studium ursprünglich im Bereich Cybersecurity am Kyiv Polytechnic Institute in der Ukraine. Mit dem Ausbruch des Krieges floh sie nach Deutschland und fand an der Hochschule Anhalt einen neuen akademischen Weg. „Inmitten der Unsicherheit des Krieges erschien mir das Studium an der Hochschule Anhalt als stabilisierender Faktor und wurde zu meinem mentalen Rückzugsort“, berichtet sie. Die Hochschule nahm zahlreiche ukrainische Studierende auf und bot ihnen mit einem Bridging-Semester neue Perspektiven. Für Huzenko war dies ein entscheidender Schritt: Sie entschied sich für den Bachelorstudiengang Angewandte Informatik und setzte so ihre Leidenschaft für Programmierung und Technologie fort.
Neben ihrem Studium engagierte sie sich in vielfältiger Weise. So organisierte sie etwa deutsche Krimiabende, um gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. In den letzten Monaten arbeitete sie zudem als studentische Mitarbeiterin im Projekt „Professorinnenprogramm 2030“, das Fragen der Gleichstellung in der Professur untersucht. Darüber hinaus fand sie an der Hochschule Anhalt die Möglichkeit, zu einem alten Hobby zurückzukehren: dem Singen. „Die Rückkehr zu diesem längst vergessenen Hobby half mir, mit Stress umzugehen und ein Stück Selbstvertrauen zurückzugewinnen“, so Huzenko.
Dass sie mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet wird, überrascht sie selbst: „Tatsächlich habe ich damit nicht gerechnet. Für mich bedeutet dies, dass ich den richtigen Weg gewählt habe und es ein Beweis dafür ist, dass ich zu etwas fähig bin. Es gibt mir Inspiration und das Vertrauen, dass ich auch in Zukunft erfolgreich sein werde. Außerdem denke ich, dass es anderen Studierenden, die vor dem Krieg oder anderen schwierigen Situationen geflohen sind, Mut machen kann.“
Ihre Zukunft sieht Halyna Huzenko im Bereich Cybersicherheit: Bereits jetzt ist sie im Masterprogramm Cybersecurity an der Universität des Saarlandes eingeschrieben. „Ich glaube, dass ich dort mein Wissen vertiefen und die Spezialistin meiner Träume werden kann. Und wer weiß, vielleicht führt das Schicksal mich wieder zur Hochschule Anhalt zurück“, sagt sie mit einem Lächeln.
Die Hochschule Anhalt gratuliert Halyna Huzenko herzlich zu dieser Auszeichnung. Ihr Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie internationale Studierende mit Mut, Leistungsbereitschaft und Engagement akademische Exzellenz und persönliche Stärke vereinen und das Hochschulleben bereichern.
