Magdeburg/Staßfurt, 19. November 2025 – Die Erwerbstätigen im Salzlandkreis verzeichneten im Jahr 2024 die zweitlängsten Krankheitszeiten in ganz Sachsen-Anhalt. Das geht aus Analysen der BARMER hervor. Demnach kamen auf einen Beschäftigten in Staßfurt und Umgebung im vergangenen Jahr durchschnittlich 28,7 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage). Länger waren nur die Erwerbstätigen im Landkreis Mansfeld Südharz krankgeschrieben (29 AU-Tage). „Der hohe Krankenstand bleibt ein ernstes Thema. Es ist entscheidend, potenzielle Risiken für Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und ihnen mit geeigneten Präventionsmaßnahmen entgegenzuwirken“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen-Anhalt.
Psychische Leiden und Atemwegserkrankungen ausschlaggebend
Aus der Analyse der BARMER geht weiter hervor, dass psychische Leiden bei Beschäftigten im Salzlandkreis im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,7 Fehltage verursachten. Die zweithäufigste Krankheitsgruppe bildeten Atemwegserkrankungen, die im Jahr 2024 rund 5,4 Fehltage verzeichneten, gefolgt von Rückenleiden (4,8 AU-Tage). „Seelische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen wirken sich oft stark auf die Arbeitsfähigkeit aus. Dazu kommt, dass eine psychische Erkrankung länger anhält als beispielsweise eine Grippe“, so Dziuk. Häufig seien psychische Leiden schwer zu diagnostizieren und würden nicht unmittelbar behandelt, was zu verlängerten Ausfallzeiten führen könne.
Spannbreite von 25 bis 29 Ausfalltagen im Land
Die Spannbreite der ermittelten Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt reicht laut BARMER-Analyse von 25 AU-Tagen im Altmarkkreis Salzwedel bis hin zu 29 AU-Tagen im Landkreis Mansfeld Südharz. Im Durchschnitt kommt eine Erwerbsperson in Sachsen-Anhalt auf 27 Krankentage.
