Die Tafel Bernburg hat in diesem Jahr ihr Weihnachtsfest gefeiert und zugleich auf 25 Jahre ihres Bestehens zurückgeblickt. Rund 1000 Bedarfsgemeinschaften werden regelmäßig mit Lebensmitteln unterstützt. Möglich ist dies durch eine Unterstützung, die in Deutschland nahezu einmalig ist: Die Stadt Bernburg trägt die Tafel mit Personal und finanziellen Mitteln und sichert so den Betrieb. „Das Besondere an der Tafel Bernburg ist, dass wir dank der Stadt in der Lage sind, den Betrieb stabil zu halten und so viele Menschen zu unterstützen“, erklärt das Sozialamt. Die Wurzeln reichen zurück bis zu Louis Breiplatz, der vor über zwei Jahrzehnten mit einem Bauwagen begann, Bedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen. Aus dieser Initiative entwickelte sich das heutige Sozialzentrum mit Kleiderkammer und Suppenküche.
Wer Bürgergeld oder Wohngeld bezieht, kann nach Prüfung der Bedürftigkeit einen Tafelausweis erhalten und alle 14 Tage Lebensmittel abholen. Familien, Alleinerziehende, Senioren und junge Menschen gehören zu den Kunden. Dabei wird darauf geachtet, dass die Lebensmittel entsprechend der Familiengröße verteilt werden. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften hat sich über die Jahre deutlich erhöht, liegt inzwischen aber stabil bei rund 1000. Dank Spenden von Supermärkten und des Landesverbandes kann die Versorgung gesichert werden. Neben hauptamtlichen Kräften im Sozialzentrum tragen zahlreiche Ehrenamtliche und Bundesfreiwillige zum Gelingen bei.
Das Weihnachtsfest der Tafel Bernburg bildete den Höhepunkt des Jahres. Neben der Ausgabe von Lebensmitteln stand das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. Für Kinder gab es ein kleines Unterhaltungsprogramm mit einer Bastelecke, dazu Würstchen, Pommes und Kuchen. Ein kleiner Weihnachtsmarkt bot die Möglichkeit, Geschenke für die Kinder zu erwerben. Kaffee, Kakao und gemeinsames Beisammensein rundeten die Veranstaltung ab. Die Resonanz war groß, das Fest gut besucht und von den Menschen dankbar angenommen. „Es ist uns wichtig, nicht nur zu versorgen, sondern auch Gemeinschaft zu schaffen“, betont das Sozialamt.
