Bernburg, 2. März 2026 – In der Auguststraße haben heute die umfangreichen Bauarbeiten zwischen Lindenstraße und Karlstraße begonnen. Die Maßnahme startet mit einer rund fünfwöchigen Vollsperrung, in der die Abwasserleitungen erneuert werden. Verantwortlich für diesen ersten Bauabschnitt ist der Wasserzweckverband Saale-Fuhne-Ziethe, der nach eigenen Angaben zunächst die Sanierung der Mischwasserhausanschlüsse im grabenlosen Verfahren sowie anschließend die Neuverlegung des Mischwasserhauptkanals plant.
Direkt im Anschluss an diese Arbeiten folgt der Sachsen-Anhalt-Tag, der ebenfalls eine vollständige Sperrung der Straße mit sich bringt. Danach wird die Auguststraße erneut und über mehrere Monate hinweg komplett gesperrt – diesmal für die umfassende Erneuerung von Fahrbahn und Gehwegen.
Für die ansässigen Unternehmen bedeutet die lange Sperrzeit erhebliche Belastungen. Tägliche Warenanlieferungen, Kundenbesuche und betriebliche Fahrten werden massiv erschwert. Besonders kritisch ist die Situation für Gewerbetreibende, die auf nahegelegene Parkmöglichkeiten angewiesen sind.
„Ich muss jeden Tag Waren anliefern lassen und selbst zu meinen Kundinnen und Kunden fahren. Auf Nachfrage bei der Stadt Bernburg, wo ich mein Fahrzeug während der Sperrungen abstellen soll, erhielt ich lediglich die Antwort, ich müsse mich selbst darum kümmern“, berichtet ein betroffener Unternehmer aus der Auguststraße. „Das ist besonders ärgerlich, da ich bereits 250 Euro jährlich für eine Parkgenehmigung bezahle – für Parkplätze, die es faktisch nicht mehr gibt.“
Die lange Sperrzeit, die zeitliche Nähe zum Sachsen-Anhalt-Tag und die fehlenden Alternativen für Anwohnerinnen, Anwohner und Gewerbetreibende sorgen für Unmut. Betroffene fordern eine bessere Kommunikation, klare Übergangslösungen und eine ernsthafte Berücksichtigung ihrer Interessen.
Die Stadt Bernburg wird aufgefordert, kurzfristig praktikable Park- und Zufahrtsregelungen zu schaffen, um die wirtschaftlichen Folgen der monatelangen Sperrung abzufedern und die Arbeitsfähigkeit der ansässigen Betriebe sicherzustellen.
