Bernburg, 13. Januar 2026 – In sozialen Netzwerken verbreiten sich derzeit Bilder und Videos, die sechs Kinder und Jugendliche auf der nur teilweise zugefrorenen Saale zeigen – in unmittelbarer Nähe des Fähranlegers sowie unterhalb des Bernburger Schlosses. Die Aufnahmen sorgen in der Bevölkerung für großes Unverständnis und veranlassen Stadtverwaltung, Feuerwehr und Wasserrettung zu einer deutlichen Warnung.
❗ Eisdecke ist trügerisch – akute Lebensgefahr
Die Saale ist aktuell nicht vollständig zugefroren. Strömungen, unterschiedliche Wassertiefen und starke Temperaturschwankungen führen dazu, dass die Eisflächen instabil sind und jederzeit einbrechen können.
Einsatzkräfte betonen: „Das Betreten solcher Eisflächen ist lebensgefährlich. Schon wenige Schritte können ausreichen, um einzubrechen.“
Ein Sturz ins eiskalte Wasser birgt unmittelbare Risiken:
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Kälteschock, der innerhalb von Sekunden zur Handlungsunfähigkeit führt
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Starke Strömung, die Betroffene unter das Eis ziehen kann
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Gefährdung von Helferinnen und Helfern, die bei Rettungsversuchen selbst in Lebensgefahr geraten
Zudem binden unnötige Rettungseinsätze wertvolle Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.
👨👩👧👦 Appell an Eltern, Schulen und Spaziergänger
Die Stadt Bernburg ruft Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte eindringlich dazu auf, Kinder und Jugendliche über die Gefahren nicht freigegebener Eisflächen aufzuklären. Auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger werden gebeten, bei beobachtetem Risikoverhalten andere Personen anzusprechen und im Ernstfall den Notruf zu wählen.
ℹ️ Keine Freigabe für die Saale
Eisflächen auf Flüssen und Seen dürfen ausschließlich betreten werden, wenn eine offizielle Freigabe vorliegt. Für die Saale besteht derzeit keine Freigabe.
🤝 Gemeinsam Unfälle verhindern
Stadt, Feuerwehr und Wasserrettung hoffen, dass durch Aufklärung, Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme schwere Unfälle vermieden werden können.
Sicherheit geht vor – besonders in der winterlichen Jahreszeit.
