
Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Handlungsfeld der Hochschule Anhalt, und wird weiterhin international sichtbar: Im aktuellen Nachhaltigkeitsranking „Green Metric“ 2025 erreicht die Hochschule Anhalt Platz 178 von 1.745 teilnehmenden Hochschulen aus allen Kontinenten außer der Antarktis und gehört damit erneut zu den Top 200 der nachhaltigsten Hochschulen weltweit. Im nationalen Vergleich belegt sie Platz 3 unter den deutschen Hochschulen.
Das internationale Ranking, durchgeführt von der Universitas Indonesia, bewertet Hochschulen anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien, darunter umweltfreundliche Infrastruktur, Energie- und Klimamanagement, Wasser- und Abfallwirtschaft, nachhaltige Mobilität sowie die Integration von Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung. Im Jahr 2025 beteiligten sich Hochschulen aus 105 Ländern. Für die Hochschule Anhalt ist es sehr wichtig, sich national und international mit anderen Hochschulen zu vergleichen, um auch von außen eine Bewertung zu künftigen strategischen Ausrichtungen zu bekommen. Sie nimmt seit 2019 kontinuierlich am „Green Metric“-Ranking teil und konnte ihre Position über die Jahre deutlich verbessern. Die Platzierung unter den drei nachhaltigsten Hochschulen Deutschlands bestätigt die konsequente Umsetzung der hochschuleigenen Nachhaltigkeitsstrategie und dient zugleich als wichtiger Ansporn für deren weitere Entwicklung.
Die hochschulinterne Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit plant für das Jahr 2026 bereits neue Schritte, um bestehende Maßnahmen weiter auszubauen und stärker sichtbar zu machen. Im Fokus stehen dabei die Aktualisierung der Nachhaltig, zusätzliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Erzeugung regenerativer Energien sowie die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitskommunikation im Webauftritt. Darüber hinaus sollen das Wissenschaftspersonal weiter für das Thema sensibilisiert, konzeptionelle Ansätze zur Nutzung von Brauchwasser geprüft und der barrierefreie Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben werden.
Damit wird die ökologische Verantwortung in allen Bereichen des Hochschulbetriebs verankert. Blühende Vegetationsflächen im Gelände zeugen von einem generellen Umdenken und geben einen deutlichen Schub für die Erhöhung der Biodiversität.
Lehr- und Versuchsweinberg "Waladala"
Ein besonders positives Beispiel stellt die Entwicklung des Lehr- und Versuchsweinbergs am Campus Bernburg dar. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Aufgabenstellung steht die Prüfung geeigneter Rebsorten für das untere Saaletal unter den Bedingungen des Klimawandel. Von Anfang an sind die Versuche mit Fragestellungen zur Förderung der Biodiversität verbunden, insbesondere durch den Einsatz geeigneter Blühstreifen zwischen den Weinreihen. Das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit prägt das gesamte Gelände des Weinbergs: Blühstreifen entlang der Natursteinmauern sowie blühende Gehölze tragen zu einer hohen pflanzlichen Vielfalt und entsprechend artenreichen Insektenpopulationen bei. Derzeit wird in diesem Zusammenhang die „Anhaltische Insektenpension“ aufgebaut. Die ausschließliche Nutzung von Regenwasser für Bewässerungsversuche ist dabei selbstverständlich. Nistgelegenheiten für Singvögel sowie ein Natursteinhaufen als Lebensraum für Eidechsen ergänzen die ökologische Ausrichtung. Geplant ist zudem die Installation von Photovoltaikmodulen zur Eigenversorgung des Weinbergs und der Weingaragen mit grünem Strom.
Die Beispiele zeigen, dass auch in begrenzten Objekten viel zur Erhaltung unserer Umwelt und Natur unter Nutzung natürlicher Ressourcen möglich ist.
