Ilberstedt/Burg, 19. Januar 2026 - In der Justizvollzugsanstalt Burg ist am Montagmorgen ein 55-jähriger Untersuchungshäftling tot aufgefunden worden. Der Mann stand im dringenden Verdacht, für den Tod seines fünf Monate alten Enkels in Ilberstedt (Salzlandkreis) verantwortlich zu sein.
Bedienstete der Justizvollzugsanstalt entdeckten den Mann leblos in seiner Zelle und leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein. Trotz der umgehenden medizinischen Versorgung konnte ein hinzugerufener Notarzt nur noch den Tod feststellen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Zur Klärung der Todesursache wurde eine rechtsmedizinische Untersuchung veranlasst. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Der Säugling war Ende des vergangenen Jahres in einer Wohnung am Ortsrand von Ilberstedt leblos aufgefunden worden. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb das Kind. Die intensiven Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft führten in der Folge zur Festnahme des Großvaters. Die genauen Umstände des Todes des Kindes waren weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen.
Mit dem Tod des Tatverdächtigen wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt. Die Untersuchungen zur Todesursache des Säuglings werden jedoch fortgeführt, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären.
Die Anteilnahme in der Gemeinde Ilberstedt ist groß. Vertreter der Kommune sowie lokale Unterstützungsangebote stehen den Angehörigen und weiteren Betroffenen zur Seite. Aus Rücksicht auf die Familie und aufgrund der laufenden Ermittlungen werden derzeit keine weiteren Informationen veröffentlicht.
