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Erste Straußwirtschaft im Salzlandkreis öffnet in Crüchern


Crüchern – Am 1. Mai 2026 öffnet auf dem Mühlberg Crüchern die erste Straußwirtschaft im Salzlandkreis ihre Türen. Damit setzt das Weingut Teßner einen weiteren Meilenstein in der jungen Weinbaugeschichte der Region. Von Mai bis September sind vier Veranstaltungen geplant – mit Live-Musik, regionalen Kleinigkeiten und selbstverständlich den Weinen vom Mühlberg. „Das Konzept entwickeln wir im Winter. Aber der 1. Mai ist gesetzt – vielleicht feiern wir gleich das ganze Wochenende“, kündigt Familie Teßner an.

 

Ein Ort der Begegnung – und der Ruhe

 

Was die Familie Teßner in den vergangenen Jahren geschaffen hat, ist weit mehr als ein kleines Weingut. Mit Leidenschaft, handwerklicher Sorgfalt und tatkräftiger Unterstützung aus der Nachbarschaft entsteht auf dem Mühlberg ein Ort, an dem Wein nicht nur angebaut, sondern gemeinsam erlebt wird. „Wir wollten nicht nur Wein machen, sondern einen Ort der Begegnung schaffen. Die Resonanz zeigt uns, dass das gelingt“, sagt Maryia Teßner.

 

Der Mühlberg bleibt damit ein besonderer Platz: ein Stück Natur, an dem Rehe und Füchse ebenso zu Hause sind wie Menschen, die ihre Leidenschaft für Wein teilen möchten. Angebaut werden Bacchus, Riesling und Dornfelder. Aus den Trauben entstehen ein sortenreiner Bacchus sowie ein Rotling aus Riesling und Dornfelder. Für das Jahr 2026 sind vier Weine geplant – darunter ein trockener Riesling und ein Dornfelder-Rotwein, möglicherweise barriquegereift.

 

Weinbau als Gemeinschaftsprojekt

 

Besonders bemerkenswert ist die enge Einbindung der Gemeinschaft. Die Lese erfolgte mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, die sich bei früheren Veranstaltungen gemeldet hatten – und ihr Versprechen einlösten. „Andere schauen abends Fernsehen, wir schneiden Trauben“, sagt Teßner lachend. Die frisch geernteten Trauben wurden morgens nach Kriechau bei Weißenfels gebracht, wo Winzer Patrick Gaudig sie weiterverarbeitete.

 

Mit der Eröffnung der Straußwirtschaft setzt das Weingut Teßner ein weiteres Zeichen für gelebte Regionalität, Gemeinschaft und die wachsende Bedeutung des Weinbaus im Salzlandkreis.

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