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Hohe Geldstrafe gegen Oberarzt des Ameos-Klinikums Bernburg wegen sexueller Belästigung


Bernburg - Ein 56‑jähriger Oberarzt des Ameos-Klinikums Bernburg ist vom Amtsgericht Bernburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro verurteilt worden. Der Mediziner hatte mehrere Kolleginnen am Arbeitsplatz sexuell bedrängt und musste sich nun für sein Verhalten strafrechtlich verantworten.

 

Im Rahmen der Verhandlung schilderten die betroffenen Mitarbeiterinnen wiederholt unangemessene körperliche Annäherungen und übergriffiges Verhalten des Arztes. Das Gericht sah die Vorwürfe als erwiesen an. Richter André Stelzner fand deutliche Worte und kritisierte das Verhalten des Angeklagten scharf. Seine Haltung gegenüber Frauen erinnere an „ein Weltbild wie die Taliban in Afghanistan“, so der Richter.

 

Der Arzt, der ursprünglich aus Kasachstan stammt, war nach Bekanntwerden der Vorfälle bereits vom Dienst suspendiert worden. Mit der nun verhängten Geldstrafe zieht das Gericht eine klare Grenze und betont die Bedeutung eines respektvollen und sicheren Arbeitsumfelds – insbesondere im sensiblen Bereich der medizinischen Versorgung.

 

Das Urteil soll ein deutliches Signal senden, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz konsequent verfolgt und sanktioniert wird. Das Klinikum hat angekündigt, interne Maßnahmen zu prüfen, um Mitarbeitende künftig noch besser zu schützen.

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